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11.05.2018

70 Jahre DWA

Die DWA ist 70 Jahre alt geworden. Gegründet am 10. Mai 1948 in Düsseldorf als Abwassertechnische Vereinigung e. V. (ATV), zählt die heutige DWA mit rund 14 000 Mitgliedern zu den größten technisch-wissenschaftlichen Vereinigungen im Wassersektor in Europa. Im Rahmen einer Feierstunde am 9. Mai 2018 in Hennef sprachen der Bürgermeister der Stadt Hennef, Klaus Pipke, der Präsident der DWA, Otto Schaaf, Vorstand der Stadtentwässerungsbetriebe Köln, sowie der DWA-Bundesgeschäftsführer Johannes Lohaus. Von Beginn an profilierte sich die DWA vor allem durch die Erarbeitung des technischen Regelwerks für Abwasseranlagen und später umfassendere Gebiete der Wasserwirtschaft einschließlich des Bodenschutzes sowie ein breites Angebot an Maßnahmen zur beruflichen Bildung von Fachleuten der Branche auf allen Qualifikationsstufen - vom Klärwärter bis zur akademisch ausgebildeten Führungskraft. Die DWA ist über sieben Landesverbände bundesweit flächendeckend vertreten. Über die Landesverbände werden die Fachleute vor Ort erreicht und die Themen aufgegriffen, die in der Region von Bedeutung sind. Eine Erfolgsgeschichte in diesem Zusammenhang ist die „Nachbarschafts-Idee” der Vereinigung. Als „Nachbarschaften” werden Zusam­menkünfte der Mitarbeiter von vor allem Kläranlagen und Kanalbetrieben, aber auch von Einrichtungen der Gewässerpflege und -unterhaltung, bezeichnet, die dem Informationsaustausch des Betriebspersonals und der gemeinsamen Fortbildung dienen. Die Gründung der DWA bzw. der ATV geht auf die Initiative des damaligen Direktors der Ruhrverbände, Dr.-Ing. Max Prüß, zurück, der dann von 1948 bis 1954 der erste Präsident der Vereinigung war. „Die DWA schreibt von Hennef aus Geschichte - für die Menschen, ihr Wasser und eine lebenswerte Umwelt”, so DWA-Präsident Otto Schaaf. „Basis für den großen Erfolg der DWA ist der engagierte Einsatz von 2500 Ehrenamtlichen in den Fachgremien und den Landesverbänden.” Die Arbeit der in der DWA organisierten Fachleute für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall hat, wenn sie auch oft nicht im Scheinwerferlicht der Medien stattfindet, wesentlichen Anteil an den großen Fortschritten im Umweltschutz in Deutschland in den letzten Jahrzehnten. Schaumberge auf dem Rhein gehören seit langem der Vergangenheit an, aber auch heute noch steht die Wasserwirtschaft vor großen Herausforderungen. Stichworte hierzu sind Arzneimittelrückstände im Wasserkreislauf, Antibiotika sowie antibiotikaresistente Bakterien und Gene in der Umwelt, effizienter Energieeinsatz, Rückgewinnung von Wertstoffen wie Phosphat und nicht zuletzt die Unterhaltung von über 550 000 Kilometer öffentlicher Kanalisationen und ca. 9500 Kläranlagen. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben stützt sich die DWA neben dem ehrenamtlichen Engagement ihrer Mitglieder auch auf eine starke hauptamtlich tätige Belegschaft: „Wir sind stolz auf unsere hochqualifizierten, engagierten Teams aus 100 Kolleginnen und Kollegen in der Bundesgeschäftsstelle in Hennef und weiteren 50 bundesweit in den Geschäftsstellen der Landesverbände”, so DWA-Bundesgeschäftsführer Johannes Lohaus.

Die Belegschaft der DWA-Bundesgeschäftsstelle mit dem Hennefer Bürgermeister Klaus Pipke (v., 3. v. r.) und DWA-Präsident Otto Schaaf (v., 2. v. r.) (Foto: Mario Grunke/DWA)

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