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05.07.2021

Überdüngung verursacht Umweltkosten in Milliardenhöhe

Durch die nicht EU-konforme Düngung in der Landwirtschaft entstehen jährlich Umweltschäden, die Kosten in Höhe von etwa drei Milliarden Euro pro Jahr entsprechen. Das zeigt ein Gutachten zum novellierten deutschen Düngerecht von Prof. Dr. Friedhelm Taube von der Christian-Albrechts-Universität Kiel im Auftrag des BDEW. Neben der Düngeverordnung sind wichtige Teile des deutschen Düngerechts in der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Ausweisung von mit Nitrat belasteten und eutrophierten Gebieten (AVV GeA) und der Stoffstrombilanzverordnung geregelt. Sowohl die Düngeverordnung als auch die Verwaltungsvorschrift setzt laut dem Gutachten das europäische Recht nicht ausreichend um. Taube fordert daher die Aufhebung der AVV GeA. „Die in dieser Verwaltungsvorschrift enthaltenen rechnerischen Modellierungen sind unsicher und nur begrenzt im Detail nachvollziehbar. Sie beabsichtigen offensichtlich primär die Verkleinerung und nicht die tatsächliche Ausweisung gefährdeter Gebiete.”

Weiterführende Links
Kernaussagen des Gutachtens
Gutachten "Expertise zur Bewertung des neuen Düngerechts von 2020 in Deutschland aus Sicht des Trinkwasserschutzes"

Webcode: 20210705_001