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27.04.2021

Ökologische Verbesserung für Gewässer im Alten Land

Der ökologische Zustand der Gewässer im Alten Land soll sich verbessern - so fordert es eine spezielle Pflanzenschutzverordnung für das stark vom Obstanbau geprägte Gebiet an der Niederelbe. Neben der Reduzierung von Pflanzenschutzmitteleinträgen ist die Anlage von sogenannten Refugialgewässern hierzu ein wichtiger Schritt. Ein erstes dieser Rückzugsgewässer, von denen aus die Regeneration des 2000 Kilometer langen Gewässersystems gelingen soll, wurde nun in der Estemarsch geschaffen. Der Unterhaltungsverband Altes Land und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) nutzten dabei eine vom Entwässerungsverband Estemarsch zur Verfügung gestellte Fläche bei Estebrügge, nahe Buxtehude. Das auf einer Fläche von zwei Hektar neu entstandene Gewässer bietet mit Tief- und Flachwasserzonen sowie einer neu geschaffenen Verbindung zur Moorender Hauptwettern ideale Voraussetzung zur Entwicklung neuer Lebensgemeinschaften schützenswerter Wasserorganismen. Sie sollen den Ausgangspunkt bilden für eine Wiederbesiedelung weiterer Abschnitte des durch den ausgeprägten Obstanbau unter Druck geratenen Gewässersystems. Auftraggeber dieser und ähnlicher, bereits geplanter Maßnahmen sind das Land Niedersachsen und der Unterhaltungsverband Altes Land. Finanziert wurde das Vorhaben aus Sondermitteln des Niedersächsischen Umweltministeriums. Insgesamt wurden in der Estemarsch 150 000 Euro in die Verbesserung des ökologischen Zustands der Gewässer im Alten Land investiert. Zur Erfüllung der in der Sonderverordnung des Bundes-Umweltministeriums gemachten Vorgaben müssen nun auch in anderen Verbandsgebieten der Region ähnliche Gewässer geschaffen werden. Bis 2025 gibt die Altes Land Pflanzenschutzverordnung den regionalen Akteuren Zeit, in ihrem Geltungsbereich alle Gewässer des knapp 2000 Kilometer langen Gewässernetzes in die sogenannten Expositionsklassen eins oder zwei zu überführen. Die insgesamt vier Klassen beschreiben unterschiedliche Risikograde für eine Belastung mit Pflanzenschutzmitteln.

Das fertig profilierte neue Gewässer nach der Flutung (Foto: NLWKN)

Webcode: 20210427_001