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09.04.2020

Projekt zur dreidimensionalen Hochwasser-Risikoanalyse

Eine Kombination aus hydronumerischen Strömungssimulationen und komplexen dreidimensionalen Stadtmodellen soll eine bessere Analyse von Hochwasserrisiken ermöglichen. Ein entsprechendes Verfahren, speziell für den besiedelten Raum, entwickelten die Firma virtualcitySYSTEMS (VCS, Berlin) und das Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik der TU Dresden. Damit sollen der Entscheidungsträger bei Behörden, Polizei und Feuerwehren schneller und zielgenauer planen und reagieren können. Das Projekt wird mit 235 000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Nach dem bisherigen Stand der Technik nutzen städtische Umweltämter und Kreisverwaltungen zweidimensionale digitale Überflutungsszenarien für die Voraussage. Die räumlichen Charakteristiken von Bauten, etwa Deiche, Spundwände und Dämme aus Sandsäcken, können bisher nur stark vereinfacht berücksichtigt werden. Mit der neuen Methodik werden nun erstmals hydronumerische Strömungssimulationen mit komplexen dreidimensionalen Stadtmodellen, die derzeit für Planungszwecke verwendet werden, kombiniert. Zum einen sei mit der fotorealistischen dreidimensionalen Darstellung eine Prognose besser erkennbar und damit auch für die Bürger-Information besser geeignet. Um das Risikobewusstsein der Bevölkerung zu schärfen, wurde etwa eine computergestützte Anwendung entwickelt, die zum Beispiel frühere Hochwasserstände an ausgewählten Stellen originalgetreu wiedergeben könne. Zum anderen können die räumlichen Eigenschaften von Bauwerken, inklusive deren Auswirkungen auf das Strömungsverhalten des Wassers, besser berücksichtigt werden.

Dresden fungierte im Projekt als Stadtmodell. Mit der fotorealistischen dreidimensionalen Simulations-Darstellung ist eine Prognose besser erkennbar und damit auch für die Bürger-Information besser geeignet. (Bild: Institut für Wasserbau und technische Hy

Webcode: 20200409_002