Korrespondenz Abwasser · Abfall 3|26 73. Jahrgang · Nr. 3 · März 2026 · 10889 Korrespondenz Abwasser, Abfall 73. Jahrgang · Nr. 3 · März 2026 „Energie/Abwasserwärme“ Schwerpunkt „Energie/ Abwasserwärme“ Phosphor- rückgewinnung Seite 153 NIS2-Umsetzungsgesetz Seite 160 Reaktivierung beladener Kornaktivkohlen Seite 162 Wasserbewusste Stadtentwicklung: Parlamentarischer Abend Seite 165 Flächenkategorisierung nach DWA-A 102-2 Seite 172 Energieneutralität von Kläranlagen Seite 180 Elektrolysesauerstoff Seite 192 Abwasser- wärmenutzung Seite 206 Energieintelligente Kläranlage Seite 210 Wir sichern Ihre unteren Grenzwerte. Der neue NP6000sc Phosphat-Analysator: weniger Bauteile, geringerer Wartungsaufwand, mehr Betriebszeit. Mehrwert entdecken! KA Magazine_Germany_NP6000_add_print_V2.pdf 2 18/2/26 08:57 Foto: Peter Baumann Besuchen Sie uns auf der IFAT 2026! 4.–7. Mai 2026 / Messe München / Halle C1 / Stand 351
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www.dwa.info/zeitschriften a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 3 Abwasser, Abfall Korrespondenz Organ der DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. und des Güteschutz Kanalbau Herausgeber und Verlag: GFA Theodor-Heuss-Allee 17, D-53773 Hennef Postfach 11 65, D-53758 Hennef Telefon +49 2242 872-333, Telefax +49 2242 872-151 Internet: www.gfa-news.de Redaktionsbeirat: 1. Prof. Dr. Uli Paetzel, DWA-Präsident 2. Prof. Dr.-Ing. Silvio Beier, DWA-HA „Industrieabwässer und anlagenbezogener Gewässerschutz“ 3. Dr.-Ing. Lisa Irwin-Broß, DWA-Vorstand 4. Dipl.-Ing. Rainer Könemann, DWA-HA „Kreislaufwirtschaft, Energie und Klärschlamm“ 5. Rechtsanwalt Stefan Kopp-Assenmacher, DWA-HA „Recht“ 6. Dipl.-Ing. Christine Mesek, DWA-HA „Wirtschaft“ 7. Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke, DWA-Vorstand 8. Dr.-Ing. habil. Uwe Müller, DWA-HA „Hydrologie und Wasserbewirtschaftung“ 9. Prof. Dr.-Ing. André Niemann, DWA-HA „Bildung und Internationale Zusammenarbeit“ 10. Prof. Dr.-Ing. Frank Obenaus, DWA-HA „Kommunale Abwasserbehandlung“ 11. Prof. Dr.-Ing. Klaus Hans Pecher, DWA-HA „Siedlungsentwässerung und urbanes Regenwassermanagement“ 12. Julia Schrade, M. Sc., Junge DWA 13. Rolf Usadel, GFA-Vorstand 14. Prof. Dr.-Ing. Silke Wieprecht, DWA-HA „Wasserbau und Wasserkraft“ 15. Dr. Jörg Zausig, DWA-HA „Gewässer und Boden“ Redaktion: Dr. Frank Bringewski (ChR, v. i.S. d. P.), Tel. +49 2242 872-190, E-Mail: bringewski@dwa.de Katharina Spieß, M. Sc., Tel. +49 2242 872-251, E-Mail: spiess@dwa.de Anzeigen: Monika Kramer, Tel. +49 2242 872-130, E-Mail: anzeigen@dwa.de Christian Lange, Tel. +49 2242 872-129, E-Mail: lange@dwa.de Sekretariat: Bianca Jakubowski Tel. +49 2242 872-138 E-Mail: jakubowski@dwa.de Erscheinungsweise: monatlich vierteljährliche Beilage KA Betriebs-Info Anzeigenpreise: Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 54 vom 01. Januar 2026 Satz: inpuncto:asmuth druck + medien gmbh, Bonn Druck, Bindung: DCM Druck Center Meckenheim GmbH, Meckenheim Bezugspreis: Der Verkaufspreis ist durch den DWA-Mitgliedsbeitrag abgegolten. DWA-Mitglieder, die Mehrexemplare der KA erwerben möchten oder die sich für die Zeitschrift KW Korrespondenz Wasserwirtschaft als kostenlose Mitgliederzeitschrift entschieden haben, können die KA zusätzlich für 124,00 Euro zzgl. Versandkosten bestellen. Alle Rechte, insbesondere die der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form – durch Photokopie, Mikrofilm oder irgendein anderes Verfah- ren – reproduziert oder in eine von Maschinen, insbesondere von Datenverarbeitungsmaschinen verwendbare Sprache übertragen oder übersetzt werden. Von einzelnen Beiträgen oder Teilen von ihnen dürfen nur einzelne Vervielfältigungs- stücke für den persönlichen und sonstigen eigenen Gebrauch hergestellt wer- den. Die Weitergabe von Vervielfältigungen, gleichgültig zu welchem Zweck sie hergestellt werden, ist eine Urheberrechtsverletzung. – Der Inhalt dieses Heftes wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autoren, Herausgeber und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie für eventuelle Druckfehler keine Haftung. Insbesondere unterliegen die Angaben in Industrie- und Produktberichten nicht der Verantwortung der Redaktion. Richtlinien zur Abfassung von Manuskripten können beim Redaktionssekretariat angefordert werden. Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier mit Recyclingfasern. © GFA D-53773 Hennef ISSN 1866-0029 IFAT- Freitickets sichern: ifat.de/de/messe/tickets/ Ticket-Code: DWA_KA_KW KW Korrespondenz Wasserwirtschaft IFAT-Ausgabe I: KW April vom 1.4. - Anzeigenschluss 10.3. KW Korrespondenz Wasserwirtschaft IFAT-Ausgabe II: KW Mai vom 29. April - Anzeigenschluss 8.4. dazu Onlinewerbung GFA-News.de: Banner, Sponsored News, VideoAds... IFAT-Ausgaben KW 2026 Infos unter dwa.info/mediadaten oder GFA · Monika Kramer | +49 2242 872-130 | anzeigen@dwa.de DWA-Dialog zum Gewässerschutz Seite 286 Wasserwiederverwendung schützt Grundwasserdargebot Seite 288 Drei-Sparten-TSM für Wasserverband Eifel-Rur Seite 294 Schadstofffreier Wasserkreislauf Seite 296 Wenn der Kimawandel den Stöpsel zieht Seite 300 Digitaler Gewässerzwilling Seite 306 GRACE-Satelliten- daten zur Grundwasserbestimmung Seite 314 Circular-Ansätze in der Wasserwirtschaft Seite 319 P H E G Ba I 13.–17. M www.dwa.info/mediadatenka Startklar für den großen Auftritt? KA Korrespondenz Abwasser, Abfall IFAT-Ausgabe I: KA April vom 27.3. - Anzeigenschluss 2.3. KA Korrespondenz Abwasser, Abfall IFAT-Ausgabe II: KA Mai vom 24. April - Anzeigenschluss 30.3. dazu Onlinewerbung GFA-News.de: Banner, Sponsored News, VideoAds... Wasserwirtschaft. Abwasser. Abfall. IFAT-Ausgaben KA 2026 Infos unter dwa.info/mediadaten oder GFA · Monika Kramer | +49 2242 872-130 | anzeigen@dwa.de IFAT- Freitickets sichern: ifat.de/de/messe/tickets/ Ticket-Code: DWA_KA_KW KorrespondenzAbwasser, Abfall 71.Jahrgang· Nr.5 ·Mai 2024 IFAT Munich 2024 Seite 323, 412, 419 DWA-Dialog zum Gewässerschutz Seite 330 Wasser - wiederverwendung Seite 346 Technische Filter Seite 353 Denitrifikation als Lachgas-Senke Seite 366 Entwässerung von Klärschlamm Seite 376 Salzhaltige Industrieabwässer Seite 387 Kreislaufwirtschaft beim Bauen Seite 394 IFAT Munich 13.–17. Mai 20 Foto: Peter Himsel Korrespondenz Abwasser · Abfall 5|24 71. Jahrgang · Nr. 5 · Mai 2024 · 10889 KorrespondenzAbwasser, Abfall 71.Jahrgang ·Nr. 5· Mai 2024 IFAT Munich 2024 Seite 323, 412, 419 DWA-Dialog zum Gewässerschutz Seite 330 Wasser - wiederverwendung Seite 346 Technische Filter Seite 353 Denitrifikation als Lachgas-Senke Seite 366 Entwässerung von Klärschlamm Seite 376 Salzhaltige Industrieabwässer Seite 387 Kreislaufwirtschaft beim Bauen Seite 394 Titelseite IFAT Munich 13.–17. Mai 2024 Willkommen zur Messe München, 13. Mai – 17. Mai 2024 Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft www.hillerzentri.de Bei uns dreht sich alles um Ihre Trennaufgabe! molchen.de ROHRREINIGUNG STATT NEUVERLEGUNG HALLE C1 Stand 320 Regenwasser ist unsere Kompetenz. INNOVATIVE LÖSUNGEN ZUR WASSER- UND UND SCHLAMMBEHANDLUNG BESUCHEN SIE UNS AUF DER IFAT IN MÜNCHEN, ÜNCHEN, STAND 350, HALLE A1 www.barthauer .de 13.-17. Mai 2024 Halle B2, Stand 153 Foto: Peter Himsel www.dwa.info/mediadatenka Startklar für den großen Auftritt? KA Korrespondenz Abwasser, Abfall IFAT-Ausgabe I: KA April vom 27.3. - Anzeigenschluss 2.3. KA Korrespondenz Abwasser, Abfall IFAT-Ausgabe II: KA Mai vom 24. April - Anzeigenschluss 30.3. dazu Onlinewerbung GFA-News.de: Banner, Sponsored News, VideoAds... IFAT-Ausgaben KA 2026 Infos unter www.dwa.info/mediadatenka oder GFA Monika Kramer | +49 2242 872-130 | anzeigen@dwa.de Wasserwirtschaft. Abwasser. Abfall. IFAT- Freitickets sichern: ifat.de/de/messe/tickets/ Ticket-Code: DWA_KA_KW 4.0NETZBEWIRTSCHAFTUNG PRAXISBEISPIEL 04. – 07.05.2026
150 a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 3 www.dwa.info/KA Seite 160 Am 5. Dezember 2025 ist das Gesetz zur Umsetzung der NIS-2-Richtlinie und zur Regelung wesentlicher Grundzüge des Informationssicherheitsmanagements in der Bundesverwaltung in Kraft getreten. Das NIS2-Umsetzungsgesetz ändert neben dem Gesetz über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und über die Sicherheit in der Informationstechnik von Einrichtungen (BSI-Gesetz – BSIG) weitere Gesetze und Verordnungen, wie zum Beispiel das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Seite 162 Unter dem Titel „Information zur Auslegung der EU-POP-Verordnung hinsichtlich des Einsatzes von reaktivierter Aktivkohle in der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung“ haben der bdew, der DVGW und die DWA im Januar 2026 Rechtsgrundlagen der Reaktivierung von beladenen Kornaktivkohlen aus der Wasseraufbereitung bzw. aus der Abwasserbehandlung zusammengestellt. Beiträge in KW Korrespondenz Wasserwirtschaft 3/2026 Schwerpunkt: Ökolandbau Teil 1 H. Kuhnert: Wissenswertes zum ökologischen Landbau H. Kuhnert: Entwicklung des ökologischen Landbaus A. Fier: N-Bilanzsalden, N-Effizienz und N-Austräge von ökologisch und konventionell wirtschaftenden Betrieben im Vergleich H. Kuhnert, U. Devries: Förderung des ökologischen Landbaus in Deutschland und weitere Fördermöglichkeiten für den Wasserschutz Der Ökolandbau als Gegenstand der Agrarpolitik und die flächenbezogene Förderung des ökologischen Landbaus in Deutschland in der GAP-Förderperiode 2023 bis 2027 C. Aue, S. Klage: Förderung des ökologischen Landbaus in Deutschland und weitere Fördermöglichkeiten für den Wasserschutz Förderung über die Wasserversorger J. große Beilage: Ökolandbau – Teil des OOWV-Grundwasserschutzkonzepts F. Baresch: Hessenwasser: Ökolandwirtschaft ist Grundwasserschutz Rubriken Spektrum ��������������������������������������������������������������������� 154 Güteschutz Kanalbau ���������������������������������������������������170 Personalien ������������������������������������������������������������������ 219 Industrie und Technik �������������������������������������������������221 3/2026 Inhalt Editorial Fristen und Fakten – Warum wir die Debatte zur Phosphorrückgewinnung jetzt neu führen müssen . . .... 153 Uli Paetzel Berichte NIS2-Umsetzungsgesetz in Kraft getreten Neuerungen im BSI-Gesetz und Weiterentwicklung des Branchenspezifischen Sicherheitsstandards Wasser/ Abwasser . . . . . . . . . . . . . . . . . . ................... 160 Uwe Marquardt (Gelsenkirchen), Uwe Böttcher (Berlin) Verbändeinformation zu Rechtsgrundlagen der Reaktivierung von beladenen Kornaktivkohlen vorgelegt . . . . . . . . . . . ............. 162 Sabine Wrede, Jarno Banas, Christoph Leptien Klimaanpassung und Lebensqualität: Schwammstadt muss Standard der Bauleitplanung sein Mit der Politik im Dialog: Parlamentarischer Abend zur wasserbewussten Stadtentwicklung . . . . . . ........ 165 Stefan Bröker (Hennef) Junge DWA Jahrestreffen des Circle Nachhaltige Wasserwirtschaft . . . . . . . . . . ........... 169 Siedlungsentwässerung / urbanes Regenwassermanagement GIS-basierte Methodik zur Flächenkategorisierung nach DWA-A 102-2 Teil 2: Anwendung und Diskussion . . . . . . . . ......... 172 Karim Sedki, Daniel Giebler, Christian Scheid, Ulrich Dittmer (Kaiserslautern) Beide Verbandszeitschriften – KA und KW – auch online lesen: https://www.dwadirekt.de Bild: ENISA Foto: Evers
151 www.dwa.info/zeitschriften a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 3 Seite 180 Mit der Neufassung der EU-Kommunalabwasserrichtlinie rückt die Energieneutralität kommunaler Kläranlagen verstärkt in den Fokus der wasserwirtschaftlichen Praxis. Der vorliegende Beitrag analysiert die Auswirkungen der Anforderungen zur Energieneutralität auf Kläranlagen in BadenWürttemberg auf Basis der Daten des DWA-Leistungsnachweises 2024 und unter Berücksichtigung praxisnaher Bilanzierungsannahmen. Seite 192 Bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff fällt im Rahmen der Wasserelektrolyse Sauerstoff als Koppelprodukt an, der für verschiedene Prozesse der Abwasserreinigung nutzbar ist. Kommunale Kläranlagen sind daher potenziell geeignete Standorte für den Hochlauf der Wasserstoffproduktion in Deutschland. Seite 206 In Günzburg (Bayern) wird eine kommunale regenerative Wärmeversorgung aufgebaut. Dazu wird Wärme aus dem Abwasser der Kläranlage gewonnen. Die Kläranlage weist eine positive Wärmebilanz von 600000 kWh pro Jahr auf. Eingesetzt wird eine Großwärmepumpe, die eine Vorlauftemperatur von bis zu 85 °C erzeugt und in einem ersten Schritt jährlich rund 2000000 kWh Wärme liefert. Seite 210 Das Demonstrationsprojekt „Energieintelligente Kläranlage Schwarzenbruck“ (Bayern) zeigt, wie kleine und mittlere Kläranlagen bereits heute energieneutral betrieben und mit netzdienlichem Betrieb arbeiten können. Das Energiekonzept der Kläranlage basiert auf Energieeinsparung, regenerativer Stromerzeugung und Energiespeichern. Ein Energiemanagementsystem steuert Erzeugung, Speicherung und Verbrauch automatisiert. Abwasser, Abfall Korrespondenz KA 4/2026 KA 5/2026 Anzeigenschluss: 2. März 2026 Erscheinungstermin: 27. März 2026 Anzeigenschluss: 30. März 2026 Erscheinungstermin: 24. April 2026 Abonnieren Sie den monatlichen Themenplan kostenlos auf www.dwa.info/ThemenKA Stellenmarkt ��������������������������������������������������������������� 224 Adressenbörse für die Abfallwirtschaft �������������������������226 Ingenieurbüros ������������������������������������������������������������� 226 Güteschutz Kanalbau – Gütezeicheninhaber ���������������234 Kreislaufwirtschaft, Energie, Klärschlamm Auswirkungen der Anforderungen an die Energie- neutralität gemäß EU-Kommunalabwasserrichtlinie auf die Kläranlagen in Baden-Württemberg . . . . . ...... 180 Peter Baumann, Tobias Reinhardt, Cornelia Baur, Jian Zhang (Stuttgart) Verwendung von Elektrolysesauerstoff für die Belüftung und Ozonung Wissensstand und Konzepte am Beispiel der Kläranlage Landau-Mörlheim . . . . . . . . . . . . . . . . . . 192 Oliver Gretzschel, Heidrun Steinmetz, Benjamin Kihm (Kaiserslautern), Yannick Taudien, Gerd Kolisch (Wuppertal) Integration der Abwasserwärmenutzung in die Kommunale Wärmeversorgung Günzburg . . . .... 206 David Wiedenmann, Lothar Böck (Günzburg) Energieintelligente Kläranlage mit netzdienlichem Betrieb . . . . . . . . . . . ............ 210 Tosca Zech, Regine Schatz (Weißenburg i. Bay.), Horst Wagner (Schwarzenbruck) DWA Regelwerk . . . . . . . . . . . . . . . . . ................... 215 Landesverbände . . . . . . . . . . . . . . . ................. 216 IFAT- Ausgabe I IFAT- Ausgabe II Foto: Peter Baumann
www.dwa.info/ifat Spotlight Area von DVGW & DWA Die wasserbewusste Stadt der Zukunft Networking Area Internationale Delegationen Berufswettbewerbe World University Challenge Junge DWA Solution Tours Digitalisierung in der Wasserwirtschaft EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) Live Podcast Halle B2 Fachforen Digitale Transformation in der Wasserwirtschaft Abwärmenutzung / Hydrothermie EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) Wasserbewusste Stadtentwicklung Wasserwiederverwendung Ressourcenorientierte Sanitärsysteme Phosphor-Recycling IT-Sicherheit Physische Sicherheit Tag der resilienten Kommunen 02/2026 Social Events Neu: DWA-Opening Bayerischer Abend WaterStage von DVGW & DWA Themen und Vorträge aus der Wasserwirtschaft © Alex Fettig © Alex Fettig © Alex Fettig Innovationsforen Erschließung thermischer Potentiale von Oberflächengewässern Städte jetzt wasserbewusst (um)bauen Regionales Phosphor-Recycling Besuchen Sie uns auf der IFAT! 4. – 7. Mai 2026, München Ticketcode nutzen „DWA_2026 “ und Freikarten sichern! Knowledge Center Medienangebot der DWA Kanal Royal Der Podcast der DWA Ansprechpartnerin Programm: Sabrina Prentzel: +49 2242 872-116 | prentzeldwa.de Ansprechpartner Ausstellung: Raphael Rindfleisch: +49 2242 872-247 | rindfleischdwa.de und auf www.dwa.info/ifat
153 Editorial www.dwa.info/zeitschriften a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 3 Fristen und Fakten – Warum wir die Debatte zur Phosphorrückgewinnung jetzt neu führen müssen Liebe Kolleginnen und Kollegen, viele von Ihnen wissen: Im Dezember habe ich nach Abstimmung mit dem Präsidium und im Namen der DWA einen Brief an Bundesumweltminister Carsten Schneider gesendet. Die zentrale Botschaft: Trotz erheblicher Anstrengungen wird die Branche die in der Klärschlammverordnung (AbfKlärV) gesetzten Fristen zur Phosphorrückgewinnung voraussichtlich nicht einhalten können. Zu unsicher sind wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen, zu gering die verfügbaren Recyclingkapazitäten. Diese Probleme müssen gelöst werden, damit Phosphorrückgewinnung zu vertretbaren Kosten und volkswirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden kann. Dafür braucht es eine Fristverlängerung bzw. eine Ausgestaltung, die der aktuellen Realität Rechnung trägt. Das stellt das Ziel nicht infrage. Phosphorrecycling ist ein unverzichtbarer Baustein einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft, und die DWA steht uneingeschränkt hinter diesem Ziel. Es fehlt jedoch eine realistische Strategie, die den Aufbau von Anlagenkapazitäten, die Entwicklung eines Absatzmarktes und die Umsetzung der Frist sinnvoll verzahnt. Um diese Strategie zu entwickeln und umzusetzen, benötigen Branche, Behörden und Abnehmer der Rezyklate mehr Zeit. Dafür braucht es eine ehrliche Diskussion über den Weg nach 2029. Mein Schreiben hat viel Resonanz ausgelöst. Neben einigen kritischen Rückmeldungen erreichten mich und die DWA aber vor allem Zustimmung, viele Mitglieder begrüßen, dass die DWA die Debatte neu angestoßen hat. Politisch hieß es jahrelang: Am Stichtag wird nicht gerüttelt. Gleichzeitig ist absehbar, dass weder ausreichende Monoverbrennungskapazitäten noch großtechnische Anlagen zur Phosphorrückgewinnung flächendeckend zur Verfügung stehen werden. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität ist inzwischen zu groß, um sie zu ignorieren. Die Abwasserwirtschaft plant in Jahren, nicht in Monaten. 2029 ist aus Sicht von Planung und Genehmigung faktisch morgen. Ergebnisse wichtiger Forschungsprojekte wie RePhoR, die als Grundlage für Investitionen dienen sollen, liegen aber noch nicht vor und kommen für viele Investitionsentscheidungen zu spät. Gerade hinsichtlich der Skalierbarkeit der Technologien brauchen wir aber verlässliche Erfahrungswerte. Was uns als DWA und auch mir persönlich immer sehr wichtig war und bleibt: Anpassungen gesetzlicher Regelungen dürfen nicht zulasten der First Mover gehen. Sie sind keine Fußnote, sondern ein zentraler Baustein nachhaltiger Lösungen – Wer früh und mutig investiert hat, verdient Schutz. Das Ministerium hat inzwischen geantwortet und eine Fristverlängerung abgelehnt. Stattdessen sollen ab 2029 Klärschlammerzeuger für die Deponierung von Aschen ohne Phosphorrecycling Abgaben in einen Fonds zahlen, aus dem Investitionen gefördert werden. Selbstverständlich verschließen wir uns nicht dieser Diskussion, sondern bringen uns weiterhin konstruktiv ein. Mein Dank gilt allen Mitgliedern, die dies seit Jahren engagiert tun. Aber um es noch einmal klar zu sagen: Die aktuelle Investitionszurückhaltung beruht nicht auf einer Ablehnung des Ziels, sondern auf fehlenden Entscheidungsgrundlagen und unsicheren Rahmenbedingungen. Gerade kommunale Akteure tragen besondere Verantwortung gegenüber Gebührenzahlenden. Wirtschaftlichkeit ist nicht nur unternehmerisches, sondern auch soziales Gebot. Investitionen, die sich nicht über den Markt refinanzieren lassen, können nicht beliebig auf Gebühren umgelegt werden. Das gilt auch für mögliche Abgaben, deren Höhe voraussichtlich über den Kosten des Phosphorrecyclings liegen wird. Phosphorrückgewinnung ist Aufgabe der Wasserwirtschaft, aber von gesamtgesellschaftlichem Nutzen – das muss sich in der Finanzierung widerspiegeln. Die Kosten neuer Verfahren dürfen nicht allein auf Gebührenhaushalte abgewälzt werden. Ein Fonds muss diesem Umstand gerecht werden. Es braucht weiterhin eine offene Diskussion über realistische Zeithorizonte, Genehmigungsprozesse, Infrastrukturaufbau und technologieoffene Entwicklungen – vom Aschepfad über Monoverbrennung bis zu abwasserbasierten Verfahren. Abschließend lohnt noch ein Blick über den Tellerrand: Deutschland ist zwar Vorreiter bei der Phosphorrückgewinnung, aber die Schweiz verfolgt mit 2026 einen noch ambitionierteren Zeitplan – bei ähnlichen Problemen. Daniel Rensch von Entsorgung + Recycling Zürich formuliert es so: Die Schweiz wollte bis 2026 den Phosphorkreislauf schließen, steht aber weiterhin am Anfang. Trotz gesetzlicher Verankerung vor über zehn Jahren gibt es keine Anlage, die Phosphor industriell zurückgewinnt. Es existieren Studien, Workshops und Gespräche – aber keine funktionierende Wertschöpfungskette. Auch in Deutschland verfügen wir über Berichte, Studien und Foren. Darauf müssen wir aufbauen und tragfähige, wirtschaftliche Lösungen entwickeln. Die aktuelle Diskussion ist daher kein Zeichen von Unentschlossenheit, sondern Ausdruck unseres Verantwortungsbewusstseins gegenüber Gesellschaft und Politik. Wir müssen den Mut haben, die Lücke zwischen Anspruch und Realität offen zu benennen – und zu schließen. Ich freue mich auf einen offenen Dialog mit Ihnen: auf kritische Stimmen, konstruktive Ideen und praxisnahe Lösungsansätze. Nur gemeinsam wird es gelingen, die Phosphorrückgewinnung in Deutschland nicht nur als gesetzlichen Auftrag zu verstehen, sondern als Erfolgsprojekt der Wasserwirtschaft zu gestalten. Prof. Dr. Uli Paetzel Präsident der DWA
154 Spektrum a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 3 www.dwa.info/KA Zweiter Schritt zur NIS-2-Registrierung: BSI-Portal freigeschaltet Für rund 29 500 Unternehmen in Deutschland und Institutionen der Bundesverwaltung gelten seit Inkrafttreten des NIS-2-Umsetzungsgesetzes neue gesetzliche Pflichten in der IT-Sicherheit. Sie müssen sich unter anderem als NIS2-Einrichtungen registrieren und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erhebliche Sicherheitsvorfälle melden. Der dafür vorgesehene Registrierungsprozess ist zweistufig: Zunächst muss eine Anmeldung beim digitalen Dienst „Mein Unternehmenskonto“ (MUK) erfolgen, dann eine Registrierung im neu entwickelten BSIPortal, das seit Anfang Januar 2026 zur Verfügung steht. Das BSI-Portal basiert auf einer Cloud-Infrastruktur von Amazon Web Services und wird sukzessiv zu einer Informations- und Austauschplattform mit Echtzeit-Daten und aktuellen Analysen für schnelle Reaktionsmöglichkeiten ausgebaut. Dadurch trägt es dazu bei, Cybergefahren zu erkennen, bevor sie Schaden anrichten. Im BSI-Portal erhalten registrierte Unternehmen und Institutionen schon heute Informationen zu den gesetzlichen Pflichten, die für sie mit dem BSI-Gesetz einhergehen. So müssen Unternehmen, die unter die Regulierung fallen, eine Risikoanalyse durchführen, um anschließend angemessene Risikomanagementmaßnahmen umsetzen und dokumentieren zu können. Hierfür bietet das Portal gebündelte Informationen und Hilfestellungen. Im BSI-Portal werden zudem die Tageslageberichte und IT- Sicherheitsmitteilungen des BSI bereitgestellt. Auch Schwachstellen und Sicherheitslücken können dem BSI über das Portal gemeldet werden – dies ist auch anonym und ohne Registrierung möglich. Darüber hinaus können sich interessierte Unternehmen und Institutionen über das BSI-Portal der Allianz für Cyber-Sicherheit (ACS) anschließen. Das IT-Sicherheits-Netzwerk unter dem Dach des BSI bietet seinen derzeit knapp 9000 Mitgliedern vielfältige Formate zum Wissens- und Erfahrungsaustausch. Die Mitgliedschaft in der ACS ist kostenlos. Auch in der Unabhängigen Partnerschaft KRITIS (UP KRITIS) arbeiten Wirtschaft und staatliche Stellen in zahlreichen Arbeitsgruppen zu Cybersicherheit und physischer Sicherheit zusammen. In der UP KRITIS können sich Vertreterinnen und Vertreter der meisten unter die NIS2-Richtlinie fallenden Einrichtungen engagieren. https://portal.bsi.bund.de A Bundestag beschließt Gesetz zur Stärkung kritischer Anlagen Der Bundestag hat am Januar 2026 den Gesetzentwurf der Bundesregierung „zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022 / 2557 und zur Stärkung der Resilienz kritischer Anlagen“ (Kritis-Dachgesetz) in der vom Innenausschuss geänderten Fassung angenommen. Mit dem Gesetz wird die EU-Richtlinie 2022/2557 über die Resilienz kritischer Einrichtungen, die sogenannte CER-Richtlinie, in deutsches Recht umgesetzt. Durch bundeseinheitliche Regelungen für den physischen Schutz kritischer Infrastrukturen will die Bundesregierung die Resilienz der Wirtschaft und dadurch auch die Versorgungssicherheit der Bevölkerung stärken. Das Kritis-Dachgesetz macht Vorgaben zur Identifizierung von Betreibern kritischer Anlagen und kritischen Einrichtungen mit besonderer Bedeutung für Europa sowie Vorgaben zur Registrierung von Betreibern kritischer Anlagen. Es zielt zudem auf die Etablierung von nationalen Risikoanalysen und Risikobewertungen für kritische Dienstleistungen und die gesetzliche Verankerung wesentlicher nationaler Anforderungen für Resilienzmaßnahmen von Betreibern kritischer Anlagen ab. Außerdem wird ein Meldewesen für Vorfälle eingeführt. Den Ländern wird die Möglichkeit gegeben, weitere kritische Anlagen für kritische Dienstleistungen, die alleine in ihrer Zuständigkeit liegen, zu identifizieren. Für die Festlegung der zugrunde zu legenden Kriterien und Verfahren wird das Bundesinnenministerium ermächtigt, eine Rechtsverordnung zu erlassen, der der Bundesrat zustimmen muss. In einer vom Bundestag beschlossenen Entschließung wird die Bundesregierung aufgefordert, Informations-, Transparenz- und Veröffentlichungspflichten für Kritis-Betreiber zu überprüfen und anzupassen. Auch soll die Bundesregierung anderem auf die „konsequente Anwendung bereits bestehender Ausnahmen“ von diesen Pflichten hinwirken und bereits veröffentlichte, öffentlich zugängliche Infrastrukturinformationen „überprüfen und, wo möglich, konsequent aus den öffentlich zugänglichen Bereichen“ entfernen. Gesetzentwurf der Bundesregierung: https://dserver.bundestag.de/ btd/21/025/2102510.pdf Stellungnahme des Bundesrats und Gegenäußerung der Bundesregierung: https://dserver.bundestag.de/ btd/21/038/2103855.pdf Beschlussempfehlung des Innenausschusses: https://dserver.bundestag.de/ btd/21/039/2103906.pdf Vorgang im Bundestag: https://www.bundestag.de/dokumente/ textarchiv/2026/kw05-de-kritische- infrastruktur-1137002 A Neues Kompetenzmodell für den Katastrophenschutz Das Team um Dr. Christian K. Karl von der Universität Duisburg-Essen, Lehr- und Forschungsbereich Fachdidaktik Bautechnik, hat ein organisationsübergreifendes Modell für Ausbildung und Training zum Katastrophenschutz entwickelt. Es ist Teil des Forschungsprojekts KOKA – Kompetenzorientierung im Katastrophenschutz. Karl und sein Team haben mehr als 300 Lernziele aus bestehenden Ausbildungsunterlagen analysiert – unter anderem von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), Rettungsdiensten, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie Akteuren der Wasserwirtschaft. Hieraus haben die Forschenden anschließend das ABCD-Modell der Katastrophenschutzdidaktik entworfen. Dieses Modell strukturiert Kompetenzen entlang der Phasen Vorsorge, Einsatz und Nachsorge und beschreibt, was professionelles Handeln unter Bedingungen von Unsicherheit, Zeitdruck und in dynamischen wie vielschichtigen Einsatzsituationen ausmacht. „Das ABCD- Modell soll helfen, die Ausbildung und das Training im Katastrophenschutz organisationsübergreifend weiterzuentwickeln“, sagt Christian K. Karl. Analyse und Modell sind open access verfügbar und richten sich an Verantwortliche aus Einsatzpraxis, Ausbildung und Politik: https://duepublico2.uni-due.de/receive/ duepublico_mods_00084743 https://www.uni-due.de/bautechnik/ kompetenzorientierung_katastrophenschutz.php A
155 Spektrum www.dwa.info/zeitschriften a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 3 Förderung für innovative Lösungen für klimafreundliche Klärwerke: Start der ersten Stuttgart Challenge In Stuttgart sollen innovative Maßnahmen entwickelt werden, um Treibhausgasemissionen aus Kläranlagen zu senken. Dazu gibt es jetzt die Stuttgart Challenge, zu der sich Unternehmen, Startups und Forschungseinrichtungen aus ganz Europa bewerben können. Gesucht werden Innovationen, die die Stuttgarter Klärwerke klimafreundlicher machen. Die geförderten Projekte sollen einen möglichst schnellen und skalierbaren Impact auf die Klimabilanz von Kläranlagen erzielen und werden mit bis zu 500 000 Euro aus dem Stuttgarter Klima-Innovationsfonds unterstützt. Das Besondere: Die besten Innovationen können im größten Klärwerk Baden-Württembergs in Stuttgart-Mühlhausen umgesetzt werden und sich dort beweisen. Das Klärwerk wird von der Stadtentwässerung Stuttgart (SES) betrieben, die in diesem Jahr Partner der Stuttgart Challenge ist. Die Stuttgart Challenge ergänzt seit diesem Frühjahr den Stuttgarter KlimaInnovationsfonds. Das neue Förderformat setzt jährlich einen anderen thematischen Schwerpunkt: Im Rahmen der Challenge können die Akteure Lösungen für konkrete Herausforderungen der Stuttgarter Stadtverwaltung zur Klimaneutralität umsetzen. Diese werden jedes Jahr neu definiert – in Zusammenarbeit mit einem Amt der Landeshauptstadt Stuttgart. Bewerbungsschluss für die Stuttgart Challenge ist der 30. April 2026. Alle Informationen zur Challenge, den Förderbedingungen sowie der digitalen Bewerbung gibt es auf der Website des Stuttgarter Klima-Innovationsfonds: www.jetztklimachen.de/innovation A EU-Kommission legt Vorschläge zur Stärkung der Cybersicherheit vor Die EU-Kommission will die Widerstandsfähigkeit und Fähigkeiten der EU im Bereich der Cybersicherheit angesichts der wachsenden Bedrohungen stärken. Sie hat dazu ein Cybersicherheitspaket vorgeschlagen. Ein Teil des Pakets ist der Entwurf für einen überarbeiteten Rechtsakt zur Cybersicherheit. Mit diesem soll die Sicherheit der Lieferketten der EU im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) verbessert werden. Der europäische Rahmen für die CybersicherheitsZertifizierung wird zudem vereinfacht und die Einhaltung der Cybersicherheitsvorschriften erleichtert. Außerdem wird die Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) gestärkt. Sie unterstützt die EU und die Mitgliedstaaten, Bedrohungen zu identifizieren, sich auf Cybervorfälle vorzubereiten und darauf zu reagieren. Das Cybersicherheitsgesetz tritt unmittelbar nach der Verabschiedung durch das Europäische Parlament und den Rat der EU in Kraft. Die begleitenden Änderungen der NIS-2-Richtlinie zum Schutz von Netzwerk- und Informationssystemen werden ebenfalls zur Verabschiedung vorgelegt. Nach der Verabschiedung haben die Mitgliedstaaten ein Jahr Zeit, um die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen und die entsprechenden Texte der Kommission zu übermitteln. Cybersicherheit – Fragen und Antworten: https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/ faqs/cybersecurity-package-questionsanswers Informationsblatt: https://ec.europa.eu/commission/ presscorner/detail/en/fs_26_106 Überarbeitetes Cybersicherheitsgesetz: https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/ library/proposal-regulation-eu-cybersecurity-act Gezielte NIS-2-Änderungen: https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/ library/proposal-directive-regards-simplification-measures-and-alignment-cybersecurity-act A Hessen: 25,6 Millionen Euro Förderung für Phosphorrückgewinnungsanlage in Darmstadt Für den Bau und Betrieb einer Phosphorrückgewinnungsanlage hat der hessische Umweltstaatssekretär Michael Ruhl eine Zuwendung in Höhe von 25656000 Euro an den Zweckverband Abfallverwertung Südhessen (ZAS) überreicht. In der geplanten Anlage wird Phosphor aus kommunalen Klärschlämmen aus der Region, vor allem Südhessen, zurückgewonnen. Dabei entsteht eine phosphorhaltige Asche, die als Ausgangsstoff für die Herstellung eines Düngemittels genutzt werden soll. Das aus der Asche in Darmstadt hergestellte Düngemittel erfülle die Voraussetzungen für eine ressourceneffiziente und umweltverträgliche Nutzung in der Landwirtschaft, so das Landesumweltministerium in einer Mitteilung. Durch die Einbindung der Phosphorrückgewinnungsanlage in die Peripherie des Müllheizkraftwerks (MHKW) „lassen sich erhebliche Synergien nutzen“. Die Umsetzung des Projekts läuft bereits. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Sommer 2028 geplant. https://landwirtschaft.hessen.de/ umwelt/nachhaltigkeit-und-ressourcenschutz/phosphorrueckgewinnung A Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft übergeben Die deutsche Wasserwirtschaft arbeitet auf einem sehr hohen Niveau – sowohl im europäischen als auch im internationalen Vergleich. Diese Leistungsfähigkeit dokumentiert das Branchenbild 2025, das am 12. Januar 2026 im Namen der führenden Verbände der Wasserwirtschaft an den Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Jochen Flasbarth, übergeben wurde. Mit dem „Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2025“ geben ATT, BDEW, DBVW, DVGW, DWA und VKU in Abstimmung mit dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund erneut einen aktuellen Überblick der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Deutschland sowie zukünftige Herausforderungen. Zentrales Ziel der deutschen Wasserwirtschaft ist es, die hohen Qualitätsstandards zu sichern und zu verbessern. „Eine verlässliche Versorgung mit Trinkwasser und eine sichere Entsorgung von Abwasser sind für Deutschland unverzichtbar. Unsere Branche stellt diese Ver- und Entsorgungssicherheit seit Jahrzehnten sicher – und wird dies auch künftig tun. Angesichts der wachsenden Herausforderungen sind erhebliche Investitionen erforderlich, um die Leistungsfähigkeit der Wasserwirtschaft dauerhaft zu erhalten und zu stärken“, erklären die Repräsentanten der deutschen Wasserwirtschaft anlässlich der Übergabe. Zu den zentralen Herausforderungen zählen Fragen der Trinkwasserqualität, der Umsetzung der EU-Kommunalab-
156 Spektrum a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 3 www.dwa.info/KA wasserrichtlinie in deutsches Recht, der demografischen Entwicklung, des Erhalts der Infrastruktur sowie sich wandelnder rechtlicher Rahmenbedingungen. Hinzu kommt der Klimawandel, der Anpassungsprozesse und neue Lösungsansätze erfordert. Die Wasserwirtschaft steht damit vor der Aufgabe, bewährte Methoden weiterzuentwickeln und gleichzeitig innovative Wege zu gehen, die den Klimaschutz, die Klimaanpassung und die Energiewende berücksichtigen. Zudem gewinnen der Schutz der Trinkwasserressourcen vor Stoffeinträgen, die Minimierung von Spurenstoffen wie Pflanzenschutzmitteln sowie der steigende und teils konkurrierende Wasserbedarf in Gesellschaft, Industrie und Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklungen führen zu Nutzungskonflikten, die eine enge Abstimmung aller betroffenen Akteure erforderlich machen. Die Herausgeberverbände des Branchenbildes setzen sich daher dafür ein, dass die Politik die erforderlichen Rahmenbedingungen für die Gewährleistung einer finanzierbaren und nachhaltigen öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung schafft. Download des Branchenbilds: https://dwa.info/branchenbild A Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2026“ gestartet Bis zum 31. März 2026 sind Städte, Landkreise und Gemeinden aufgerufen, sich mit erfolgreichen und innovativen Projekten zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen am bundesweiten Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ zu beteiligen. Der Preis ist mit 40 000 Euro pro Gewinnerkommune dotiert. Veranstalter ist das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) mit Förderung durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Gesucht werden Maßnahmen und Projekte aus allen Bereichen des kommunalen Klimaschutzes, wie ressourcen- und energieeffiziente Neubauten oder Sanierungsprojekte, Lösungen für die Verkehrs- oder Wärmewende, Vorhaben zum Ausbau erneuerbarer Energien, Projekte, die Klimaschutz im sozialen Kontext umsetzen etc. Ausdrücklich gewünscht sind auch Kooperationsprojekte, bei denen die kommunale Verwaltung mit weiteren Akteuren (zum Beispiel Vereinen, Verbänden, Kammern, Handwerk, Wirtschaft) und/oder mit anderen Kommunen sowie mit kommunalen Unternehmen zusammenarbeitet. Wichtig ist, dass die Projekte entweder abgeschlossen oder soweit realisiert sind, dass bereits Ergebnisse der Vermeidung beziehungsweise Reduktion von Treibhausgas-Emissionen vorliegen. www.klimaschutz.de/wettbewerb2026 A Bundespreis „Blauer Kompass“: Neue Wettbewerbsrunde gestartet Der Bundespreis „Blauer Kompass“, der seit zehn Jahren innovative Projekte zur Klimavorsorge und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels auszeichnet, ist in die neue Wettbewerbsrunde gestartet. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 25000 Euro je Gewinnerprojekt dotiert. Ausgelobt wird der bundesweite Wettbewerb gemeinsam vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt. Bewerbungsschluss ist der 20. März 2026. Bewerbungen sind in folgenden fünf Kategorien möglich: Kommunen; private und kommunale Unternehmen; Forschungs- und Bildungseinrichtungen; Vereine, Verbände, Stiftungen; Schulen. Die sechs prämierten Projekte werden am 17. September 2026 im Rahmen der Woche der Klimaanpassung im Bundesumweltministerium in Berlin ausgezeichnet. www.uba.de/blauerkompass A Straßen und Plätze klimaresilient umbauen: Deutscher Verkehrsplanungspreis 2026 ausgelobt „Klimaresiliente Straßenräume und Plätze für alle“, unter diesem Motto steht der Deutsche Verkehrsplanungspreis (VPP) 2026. Denn Städte so anzupassen, dass sie auf den Klimawandel vorbereitet sind, ist eine der größten Herausforderungen für die Stadtplanung in den kommenden Jahren. Ausgelobt wird der Wettbewerb von der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) in Kooperation mit dem ökologischen Verkehrsclub VCD. Für den VPP 2026 suchen SRL und VCD realisierte bzw. beschlossene Projekte aus den letzten fünf Jahren, die im Planungs- und Umsetzungsprozess weit fortgeschritten sind. Projekte, die zeigen, wie öffentliche, mehrfachnutzbare und klimaresiliente Aufenthalts- und Bewegungsräume der Zukunft aussehen können. Die Bewerbungsfrist endet am 1. Juni 2026. Flyer zur Auslobung: https://www.srl.de/dateien/dokumente/ de/VPP-Flyer-2026.pdf A Nordrhein-Westfalen: Förderung für Maßnahmen gegen Starkregen, Hitze und Trockenheit Das Land Nordrhein-Westfalen erweitert im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW das Förderangebot Klimaanpassung.Unternehmen.NRW., mit dem Unternehmen und kommunale Versorger gezielt in Maßnahmen investieren können, um ihre Standorte und Infrastrukturen besser gegen die Folgen des Klimawandels zu schützen. Das Angebot richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen sowie an kommunale Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Nordrhein-Westfalen. Gefördert mit Mitteln des Landes und der Europäischen Union werden investive Maßnahmen, die Gebäude, Betriebsflächen und technische Anlagen widerstandsfähiger gegenüber Hitze, Starkregen, Trockenheit und Überflutungen machen. Das Förderangebot ist in zwei Bereiche gegliedert: Für Vorhaben mit Gesamtausgaben ab 200000 Euro werden sowohl investive Klimaanpassungsmaßnahmen in Unternehmen als auch Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz der öffentlichen Wasserversorgung unterstützt. Für kleinere Vorhaben unterhalb dieser Schwelle richtet sich das Programm insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Betriebsflächen an die Folgen des Klimawandels anpassen wollen. Hier stehen naturbasierte und nachhaltige Lösungen im Mittelpunkt. Dazu gehören unter anderem Begrünungen von Dächern, Fassaden und Freiflächen, die Entsiegelung befestigter Flächen, Maßnahmen zur Verschattung und Verdunstungskühlung sowie Konzepte zum Rückhalten, Versickern oder schadfreien Ableiten von Niederschlags-
157 Spektrum www.dwa.info/zeitschriften a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 3 wasser. Die Einreichungsfrist endet am 31. Dezember 2026. Weitere Informationen: www.gfa-news.de/gfa/webcode/ 20260116_001 A Bayern: Klimaanpassungsstrategie wird fortgeschrieben Das Bayerische Kabinett hat im Januar 2026 der Fortschreibung der Bayerischen Klimaanpassungsstrategie (BayKLAS) zugestimmt. Die BayKLAS ist der zentrale Leitfaden für eine wirksame Klimaanpassung in Bayern. Ziel ist es, die Anpassung Bayerns an den Klimawandel weiter zu verbessern und nachhaltig auszubauen, die Auswirkungen des Klimawandels so weit wie möglich zu verringern und die Klimaanpassung dauerhaft in allen relevanten Bereichen zu verankern. Die Fortschreibung der BayKLAS formuliert im Aktionsplan „Klimaanpassung 2030“ die strategischen Ziele für alle relevanten Handlungsfelder der Klimaanpassung in Wirtschaft, Gesellschaft, Infrastruktur und Umwelt für den Zeithorizont 2030. Die insgesamt 93 Maßnahmen reichen beispielsweise vom Starkregen-Risikomanagement über eine Waldumbauoffensive bis hin zur Klimaanpassung im Städtebau. Folgende elf Handlungsfelder sind umfasst: Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Garten- und Weinbau, Fischerei und Aquakultur, Wald und Forstwirtschaft, Naturschutz, Menschliche Gesundheit, Georisiken und Katastrophenschutz, Städtebau und Raumordnung, Verkehr und Verkehrsinfrastruktur, Wirtschaft, Tourismus sowie Forschung und Information. Die Bayerische Staatsregierung hat bereits 2009 die BayKLAS als eine der ersten Anpassungsstrategien auf Länderebene erstellt. A IFAT Munich: Eröffnung durch Spitzenpolitiker Bundesumweltminister Carsten Schneider, EU-Kommissarin Jessika Roswall und Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber eröffnen die IFAT Munich 2026 (4. Mai 2026, 10.00 Uhr, Blue Stage). Die Weltleitmesse unterstreicht damit ihre Rolle als Plattform, auf der politische Zielsetzungen und praxisnahe Lösungen zusammengeführt werden. „Abhängigkeiten reduzieren, Resilienz erhöhen, die Versorgungssicherheit stärken und den Klima- und Ressourcenschutz sicherstellen – gerade in geopolitisch volatilen Zeiten wird dies immer wichtiger“, sagt Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München. „Umwelttechnologien und die IFAT als globale Plattform bieten genau dafür Lösungen. Es ist daher besonders wichtig, dass die Branche von der Politik – national wie international – diese Aufmerksamkeit und Priorität erhält.“ Was auf internationaler und nationaler Ebene politisch verhandelt und regulatorisch beschlossen wird, entfaltet seine Wirkung letztlich auf kommunaler Ebene: Kommunen sind es, die Kreislaufwirtschaft in der Praxis umsetzen – etwa in der Wasserwirtschaft, Abfallbehandlung oder Infrastrukturplanung. Gleichzeitig stehen sie selbst unter wachsendem Druck. Extreme Wetterereignisse, Wasserknappheit und eine zunehmende Belastung bestehender Infrastrukturen machen resiliente, ressourcenschonende Lösungen vor Ort unverzichtbar. Vor diesem Hintergrund widmet die IFAT Munich dem kommunalen Sektor einen eigenen Schwerpunkt. Unter dem Titel „Tag der resilienten Kommunen“ adressiert die IFAT Munich am Donnerstag, 7. Mai, gezielt die Herausforderungen von Städten und Gemeinden. In Kooperation mit dem DVGW, der DWA und dem Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) bietet das Programm Vorträge, Expertenrunden und geführte Touren. Ziel ist es, Entscheidungsträgern aus dem kommunalen Bereich praxisnahe Impulse und konkrete Lösungsansätze an die Hand zu geben. Ergänzt wird der Messeauftritt durch ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm, das den Transfer von Innovationen in die Praxis in den Mittelpunkt stellt. Geführte Lösungstouren, Live-Demonstrationen und themenspezifische Vorführungen ermöglichen Besucherinnen und Besuchern, Technologien und Anwendungen unmittelbar zu erleben. https://ifat.de A Halbzeitüberprüfung des Null-Schadstoff-Aktionsplans der EU: Umweltrecht wird zu langsam umgesetzt Eine Überprüfung des Null-SchadstoffAktionsplans der EU kommt zum Schluss, dass die EU-Mitgliedstaaten rasch und entschlossen handeln müssen, wenn die EU ihre Ziele zur Verringerung der Umweltverschmutzung bis 2030 erreichen will. Der Bericht hebt den starken Zusammenhang zwischen Umweltschutz und öffentlicher Gesundheit hervor und zeigt, dass die Verringerung der Luft-, Wasser-, Boden- und Lärmverschmutzung unmittelbare gesundheitliche Vorteile wie die Verringerung von Asthma, Herzerkrankungen und psychischen Erkrankungen bietet. Der Bericht, der auf der 8. Sitzung der Null-Schadstoff-Plattform der Interessenträger am 29. Januar 2026 vorgestellt wurde, hebt auch die wirtschaftlichen und sozialen Vorteile von Maßnahmen zur Verringerung der Umweltverschmutzung hervor. Der Null-Schadstoff-Aktionsplan leitet die Politik und die Maßnahmen der EU zur Verringerung der Umweltverschmutzung und legt Ziele zur Verringerung der Auswirkungen der Umweltverschmutzung auf die menschliche Gesundheit fest. Ein Großteil der im Aktionsplan vorgesehenen Rechtsvorschriften ist bereits in Kraft. In dem Bericht wird jedoch betont, dass Rechtsvorschriften allein nicht ausreichen. Eine wirksame Durchsetzung und Umsetzung seien von entscheidender Bedeutung, um die Ziele für 2030 zu erreichen. Download des Berichts: www.gfa-news.de/gfa/webcode/ 20260130_002 A Leitfaden für schwimmende Gärten entwickelt Wie lassen sich Lebensmittelproduktion, Wassermanagement und Ressourcenschutz in urbanen Räumen intelligent miteinander verbinden? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein interdisziplinäres Studierendenteam der Hochschule Hof im Projekt „EcoFloatFarm“. Innerhalb von nur 16 Wochen entwickelten 13 Studierende einen praxisnahen Leitfaden, der zeigt, wie bepflanzte Schwimminseln zur Verbesserung der Wasserqualität beitragen und gleichzeitig Lebensmittel direkt auf dem Wasser produzieren können. Initiiert und fachlich begleitet wurde das Projekt im Bereich des umweltbezogenen Ressourcenschutzes von Dr. Harvey Harbach, Forschungsgruppenleiter für ressourceneffiziente Lebensmittelproduktion in integrierter Aquakultur an der Hochschule Hof. A
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