KA-2026-01

Korrespondenz Abwasser · Abfall 1|26 73. Jahrgang · Nr. 1 · Januar 2026 · 10889 Landesverbandstagung Sachsen/Thüringen Seite 12 Junge DW: Mineralwasser und Kläranlagen Seiten 17, 18 Fünf Jahre DWA-A 102-2 Seite 21 Straßenverkehrslasten erdgebetteter Rohre Seite 30 Klärwerksausbau Seite 38 Ökobilanzielle Screenings Seite 47 We love biosolids bucherunipektin.com Besuchen Sie uns an der IFAT 4.–7. Mai 2026 München 4c c m y k gelieferte PDF 210 x 297 mm + 3 mm Beschnitt Bitte beachten Sie auch S. 61 Foto: Huber SE

HYSTEM EXTRAN www.itwh.de Hannover Dresden Flensburg Nürnberg itwh GmbH 30167 Hannover HYSTEM-EXTRAN ist der Pionier für die hydrodynamische Kanalnetzberechnung. Mit HYSTEM-EXTRAN überprüfen Sie die hydraulische Leistungsfähigkeit nach den Vorgaben des DWA-Arbeitsblattes 118. Durch den Ansatz von Stoffgrößen lässt sich die Berechnung erweitern, um den Frachtaustrag an Mischwasserbehandlungsanlagen untersuchen (hydrodynamische Schmutzfrachtberechnung). Als Niederschlagsbelastung stehen zur Wahl: Modellregen, Naturregen (Regenschreiber) und radargemessene Regen. Mit HYSTEM-EXTRAN erstellen und verwalten Sie mühelos selbst große Kanalnetzmodelle. Der Modellaufbau erfolgt z.B. über den Import von ISYBAU- und DWA-M150-Dateien. Oder ganz einfach durch die Datenübernahme aus einer Microsoft Excel-Tabelle. Automatische Prüfungen zeigen Datenfehler oder Datenlücken sofort an. In der graphischen Netzansicht wird das Kanalnetz in seiner Entstehung von den ersten Daten bis zum rechenfähigen Netz kontinuierlich angezeigt. Alle Netzelemente sind über die Netzansicht anwähl- und bearbeitbar. Als Hintergrund können Online-Karten (z.B. Top-Karten) oder Bildformate (z.B. Luftbilder) geladen werden. Alle Objekte werden georeferenziert verwaltet und lagerichtig angezeigt. Sie möchten HYSTEM-EX TRAN ausprobieren? Dann nutzen Sie unsere kostenlose Demo-Version! HYDRODYNAMISCHE KANALNETZSIMULATION Direkt mit der Demo starten! Überprüfung der hydr. Leistungsfähigkeit (DWA-A 118) Nachweis der Überstauhäufigkeit (DWA-A 118) Langzeit-Seriensimulation (automatisiert mit Erweiterung LANGZEIT) Konzeption und Vorbemessung (DIN EN 752 2017) Modellkalibrierung und Vergleich mit Messdaten Radargemessene Niederschlagsdaten Innovative Software für die Siedlungsentwässerung Engelbosteler Damm 22 itwh@itwh.de 0511 971930 Mit der Erweiterung LANGZEIT lassen sich für den Überstaunachweis mit wenig Aufwand Starkregenserien zusammenstellen, simulieren und auswerten. HYSTEM-EXTRAN Rechenmodelle können auch mit den itwh Produkten GIPS (CAD) und FOG Pro (GIS) erstellt werden.

1 www.dwa.info/zeitschriften a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 1 Abwasser, Abfall Korrespondenz Organ der DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. und des Güteschutz Kanalbau Herausgeber und Verlag: GFA Theodor-Heuss-Allee 17, D-53773 Hennef Postfach 11 65, D-53758 Hennef Telefon +49 2242 872-333, Telefax +49 2242 872-151 Internet: www.gfa-news.de Redaktionsbeirat: 1. Prof. Dr. Uli Paetzel, DWA-Präsident 2. Prof. Dr.-Ing. Silvio Beier, DWA-HA „Industrieabwässer und anlagenbezogener Gewässerschutz“ 3. Dr.-Ing. Lisa Irwin-Broß, DWA-Vorstand 4. Dipl.-Ing. Rainer Könemann, DWA-HA „Kreislaufwirtschaft, Energie und Klärschlamm“ 5. Rechtsanwalt Stefan Kopp-Assenmacher, DWA-HA „Recht“ 6. Dipl.-Ing. Christine Mesek, DWA-HA „Wirtschaft“ 7. Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke, DWA-Vorstand 8. Dr.-Ing. habil. Uwe Müller, DWA-HA „Hydrologie und Wasserbewirtschaftung“ 9. Prof. Dr.-Ing. André Niemann, DWA-HA „Bildung und Internationale Zusammenarbeit“ 10. Prof. Dr.-Ing. Frank Obenaus, DWA-HA „Kommunale Abwasserbehandlung“ 11. Prof. Dr.-Ing. Klaus Hans Pecher, DWA-HA „Siedlungsentwässerung und urbanes Regenwassermanagement“ 12. Julia Schrade, M. Sc., Junge DWA 13. Rolf Usadel, GFA-Vorstand 14. Prof. Dr.-Ing. Silke Wieprecht, DWA-HA „Wasserbau und Wasserkraft“ 15. Dr. Jörg Zausig, DWA-HA „Gewässer und Boden“ Redaktion: Dr. Frank Bringewski (ChR, v. i.S. d. P.), Tel. +49 2242 872-190, E-Mail: bringewski@dwa.de Katharina Spieß, M. Sc., Tel. +49 2242 872-251, E-Mail: spiess@dwa.de Anzeigen: Monika Kramer, Tel. +49 2242 872-130, E-Mail: anzeigen@dwa.de Christian Lange, Tel. +49 2242 872-129, E-Mail: lange@dwa.de Sekretariat: Bianca Jakubowski Tel. +49 2242 872-138 E-Mail: jakubowski@dwa.de Erscheinungsweise: monatlich vierteljährliche Beilage KA Betriebs-Info Anzeigenpreise: Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 54 vom 01. Januar 2026 Satz: inpuncto:asmuth druck + medien gmbh, Bonn Druck, Bindung: DCM Druck Center Meckenheim GmbH, Meckenheim Bezugspreis: Der Verkaufspreis ist durch den DWA-Mitgliedsbeitrag abgegolten. DWA-Mitglieder, die Mehrexemplare der KA erwerben möchten oder die sich für die Zeitschrift KW Korrespondenz Wasserwirtschaft als kostenlose Mitgliederzeitschrift entschieden haben, können die KA zusätzlich für 124,00 Euro zzgl. Versandkosten bestellen. Alle Rechte, insbesondere die der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form – durch Photokopie, Mikrofilm oder irgendein anderes Verfah- ren – reproduziert oder in eine von Maschinen, insbesondere von Datenverarbeitungsmaschinen verwendbare Sprache übertragen oder übersetzt werden. Von einzelnen Beiträgen oder Teilen von ihnen dürfen nur einzelne Vervielfältigungs- stücke für den persönlichen und sonstigen eigenen Gebrauch hergestellt wer- den. Die Weitergabe von Vervielfältigungen, gleichgültig zu welchem Zweck sie hergestellt werden, ist eine Urheberrechtsverletzung. – Der Inhalt dieses Heftes wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autoren, Herausgeber und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie für eventuelle Druckfehler keine Haftung. Insbesondere unterliegen die Angaben in Industrie- und Produktberichten nicht der Verantwortung der Redaktion. Richtlinien zur Abfassung von Manuskripten können beim Redaktionssekretariat angefordert werden. Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier mit Recyclingfasern. © GFA D-53773 Hennef ISSN 1866-0029 In die Praxis, fertig, los: Die KA Betriebs-Info Januar ist da! Aus der Praxis – für die Praxis: unser Magazin für das Betriebspersonal auf Abwasseranlagen. Dieses Mal mit Beiträgen zu den Themen Energiemanagement und Photovoltaik auf Kläranlagen, Nährstoffelimination und MSR-Technik, Inspektionstechnologien für Großkanäle, Vlies- und Feuchttücher. Und natürlich mit News aus den DWA-Nachbarschaften, zu Personalia, Publikationen und Veranstaltungen. ↓ Als Supplement in diesem Heft und digital unter www.dwadirekt.de oder www.dwa.info/betriebs-info  KW Korrespondenz Wasserwirtschaft IFAT-Ausgabe II: KW Mai vom 29. April - Anzeigenschluss 8.4.  dazu Onlinewerbung GFA-News.de: Banner, Sponsored News, VideoAd Infos unter dwa.info/mediadaten oder GFA · Monika Kramer | +49 2242 872www.dwa.info/mediadaten Startklar für den großen Auftritt?  KA Korrespondenz Abwasser, Abfall IFAT-Ausgabe I: KA April vom 27.3. - Anzeigenschluss 2.3.  KA Korrespondenz Abwasser, Abfall IFAT-Ausgabe II: KA Mai vom 24. April - Anzeigenschluss 30.3.  dazu Onlinewerbung GFA-News.de: Banner, Sponsored News, VideoAd IFAT-Ausgaben KA 2026 Infos unter dwa.info/mediadaten oder GFA · Monika Kramer | +49 2242 872Korrespondenz Abwasser ·Abfall 5|24 71. Jahrgang · Nr. 5 · Mai 2024 · 10889 Korrespondenz Abwasser, Abfall 71. Jahrgang·Nr. 5 ·Mai 2024 IFAT Munich 2024 Seite 323, 412, 419 DWA-Dialog zum Gewässerschutz Seite 330 Wasserwiederverwendung Seite 346 Technische Filter Seite 353 Denitrifikation als Lachgas-Senke Seite 366 Entwässerung von Klärschlamm Seite 376 Salzhaltige Industrieabwässer Seite 387 Kreislaufwirtschaft beim Bauen Seite 394 Titelseite IFAT Munich 13.–17. Mai 2024 Willkommen zur Messe München, 13. Mai – 17. Mai 2024 Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft www.hillerzentri.de Bei uns dreht sich alles um Ihre Trennaufgabe! molchen.de ROHRREINIGUNG STATT NEUVERLEGUNG HALLE C1 Stand 320 Regenwasser ist unsere Kompetenz. INNOVATIVE LÖSUNGEN ZUR WASSER- UND UND SCHLAMMBEHANDLUNG BESUCHEN SIE UNS AUF DER IFAT IN MÜNCHEN, ÜNCHEN, STAND 350, HALLE A1 www.barthauer .de 13.-17. Mai 2024 Halle B2, Stand 153 Foto: Peter Himsel www.dwa.info/mediadatenka Startklar für den großen Auftritt?  KA Korrespondenz Abwasser, Abfall IFAT-Ausgabe I: KA April vom 27.3. - Anzeigenschluss 2.3.  KA Korrespondenz Abwasser, Abfall IFAT-Ausgabe II: KA Mai vom 24. April - Anzeigenschluss 30.3.  dazu Onlinewerbung GFA-News.de: Banner, Sponsored News, VideoAds... IFAT-Ausgaben KA 2026 Infos unter www.dwa.info/mediadatenka oder GFA Monika Kramer | +49 2242 872-130 | anzeigenŒdwa.de Wasserwirtschaft. Abwasser. Abfall.

2 a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 1 www.dwa.info/KA Seite 12 „Wasserwirtschaft im digitalen Zeitalter: Innovationen für eine nachhaltige Zukunft entdecken!“ – so lautete das Motto der DWA-Landesverbandstagung Sachsen/Thüringen, die Ende August 2025 in Erfurt stattfand. Neben dem Vortragsprogramm, das sich in Plenarvortrag, Absolventenforum, Innovationsforum und Fachvorträge gliederte, wurde der erste 1. Landes-Berufswettbewerb ausgerichtet. Newsletter aus der Redaktion der DWA-Zeitschriften Im Umfeld der Wasserwirtschaft passiert mehr, als in den DWA-Zeitschriften KA und KW gedruckt werden kann. Aktuelle Nachrichten, vor Erscheinen der Zeitschriften, bekommt man auf der Website www.gfa-news.de, die von der Redaktion betreut wird. Dort kann man auch einen E-Mail-Newsletter abonnieren, der in der Regel alle zwei Wochen montags verschickt wird. Beiträge in KW Korrespondenz Wasserwirtschaft 1/2026 Schwerpunkt: WaX – Wasser-Extremereignisse A. Krebs, M. Pabst, S. Maßmann, A. Jasper-Tönnies, E. Ristenpart, C. Hübner, J. Krausewald: ZwillE: Digitaler Zwilling zum KI-unterstützten Management von WasserExtremereignissen im urbanen Raum S. P. Fekete: EXDIMUM – Extremwettermanagement mit digitalen Multiskalen-Methoden G. Müller-Czygan, V. Tarasyuk, J. Wiese, H. Oeltze, J. A. Simancas Suarez, M. Bohatsch, T. Wiese, U. Frigger, T. Schmitz, R. Köllner, K. Laslop, A. Trommer: InSchuKa4.0 – Kombinierter Infrastruktur- und Umweltschutz durch KI-basierte Kanalnetzbewirtschaftung A. Hänsler, M. Weiler: AVOSS: Auswirkungsbasierte Vorhersage von Starkregen und Sturzfluten auf verschiedenen Skalen: Potenziale, Unsicherheiten und Grenzen A. Bronstert, E. N. H. Cha, Y. Chen, F. De Vos, S. Dobkowitz, C. D. Jarajapu, A. Kiss, S. Lindenlaub, G. S. Mohor, R. Nijzink, O. M. A. Seleem, A. H. Thieken, M. Thiemann, Q. Xu: Inno_MAUS – Innovative Instrumente zum Management des Urbanen Starkregenrisikos L. Kirschbauer: FloReSt – Urban Flood Resilience und Smart Tools C. Scheid, M. Gunkel, A. Matzinger, R. Minke, L. Schwab, J. Trötzsch, U. Dittmer: AMAREX: Die Anpassung des urbanen Regenwassermanagements an Wasserextreme Rubriken Spektrum ������������������������������������������������������������������������� 6 Güteschutz Kanalbau �����������������������������������������������������19 Personalien �������������������������������������������������������������������� 58 Veranstaltungen ������������������������������������������������������������� 59 Industrie und Technik ���������������������������������������������������60 1/2026 Inhalt Editorial Wissen reicht nicht – Handeln ist nötig . . . . . . . ......... 5 Uli Paetzel Berichte Wasserwirtschaft im digitalen Zeitalter DWA-Landesverbandstagung Sachsen/Thüringen . . . .... 12 Frank Bringewski Junge DWA Ein Blick hinter die Kulissen der Adelholzener Alpenquellen . . . . . . . . . . ........... 17 Stammtisch Berlin-Brandenburg . . . . . . . . . ........... 18 Sophia Nerrether Siedlungsentwässerung / urbanes Regenwassermanagement Fünf Jahre DWA-A 102-2 Eine persönliche Rückschau . . . . . . . . . . . ............. 21 Theo G. Schmitt (Kaiserslautern) Berechnungsmodelle für Straßenverkehrslasten erdgebetteter Rohre nach dem Vorbild der Lastmodelle für Brücken (EN 1991-2, Eurocode 1) Teil 2: Bodenspannungen und Näherungsgleichungen . . . 30 Karl Hornung (Neuhausen), Ricky Selle (Leipzig), Johannes Menning (Dresden) Kommunale Abwasserbehandlung Ausbau des Klärwerks Forchheim (660000 EW) unter erschwerten Bedingungen . . . . . . . . . ........... 38 Hans Lemberger, Neithard Müller (Pforzheim), Christian Schweizer, Mirco Ebeling (Freiburg) Beide Verbandszeitschriften – KA und KW – auch online lesen: https://www.dwadirekt.de

3 www.dwa.info/zeitschriften a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 1 Seite 17, 18 Am 25. September 2025 traf sich die Junge DWA zum 2. „Stammtisch Chiemsee“ bei den Adelholzener Alpenquellen. Das Unternehmen gehört zu den bekanntesten Mineralwasser- und Erfrischungsgetränkeproduzenten Deutschlands. Und am 11. November 2025 besuchte der Stammtisch der Jungen DWA Nord-Ost die Kläranlage in Brück in Brandenburg. Seite 21 In einer persönlichen Rückschau werden wesentliche Inhalte des Arbeitsblatts DWA-A 102-2 besprochen. Die Regelungen für Niederschlagswasser werden hinsichtlich enthaltener Neuerungen und erfolgter Rückmeldungen aus der Anwendungspraxis beleuchtet. Die Zielvorgaben für den lokalen Wasserhaushalt werden als bedeutender Beitrag zum Leitbild der wasserbewussten Siedlungsentwicklung charakterisiert. Die Wahl von AFS63 als Referenzparameter zur Bewertung der stofflichen Belastung von Niederschlagswasser wird begründet. Seite 30 Straßenverkehrsbelastungen nach dem Vorbild der Lastmodelle für Brücken wurden auf die Besonderheiten erdgebetteter Rohre angepasst. Die Bodenspannungen wurden dabei mit dem Modell des elastisch isotropen Halbraums nach Boussinesq berechnet. Erfasst werden Rohre von DN 100 bis DN 4000 und Überdeckungen von 0,5 m bis 10,0 m Tiefe. Seite 38 Der Ausbau des Klärwerks Forchheim (660 000 EW) des Abwasserzweckverbands Breisgauer Bucht war aufgrund schwieriger Randbedingungen eine Herausforderung für alle Projektbeteiligten. Es wird ein Überblick über die Ausgangslage, die Herausforderungen, die Vorgehensweise bei der Wahl des besten Ausbaukonzepts, die verfahrenstechnischen Besonderheiten und die geplanten Maßnahmen zur Erweiterung und Modernisierung dieses Klärwerks gegeben. Seite 47 Die Thematik der ökologischen Nachhaltigkeit beim Bau- und Betrieb siedlungswasserwirtschaftlicher Bauwerke wird derzeit – gleichberechtigt mit technischen und ökonomischen Kriterien – in den ingenieurtechnischen Planungsprozess implementiert. Hierzu kann ein ökobilanzielles Screening eingesetzt werden, das in allen Leistungsphasen mitgeführt wird. Anhand von vier aktuellen Beispielprojekten mit unterschiedlichen Schwerpunkten wird die prinzipielle Methodik aufgezeigt. Abwasser, Abfall Korrespondenz KA 2/2026 KA 3/2026 Anzeigenschluss: 8. Januar 2026 Erscheinungstermin: 30. Januar 2026 Anzeigenschluss: 2. Februar 2026 Erscheinungstermin: 27. Februar 2026 Abonnieren Sie den monatlichen Themenplan kostenlos auf www.dwa.info/ThemenKA Stellenmarkt ����������������������������������������������������������������� 63 Adressenbörse für die Abfallwirtschaft ���������������������������64 Ingenieurbüros ��������������������������������������������������������������� 64 Güteschutz Kanalbau – Gütezeicheninhaber �����������������72 Beilagenhinweis ��������������������������������������������������������21 Schwerpunkt „Energie / Abwasserwärme“ Wirtschaft Ökobilanzielle Screenings in der Siedlungswasserwirtschaft . . . . . . . . . ........... 47 Frank Benstöm, Sina Tabatabei, Alejandra Torres Silva, Janine Möller (Aachen) DWA Fachgremien . . . . . . . . . . . . . . . . . ................... 55 Regelwerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . ................... 56 Landesverbände . . . . . . . . . . . . . . . . ................. 57 Mit Verlagsbeilage KA Betriebs-Info www.dwa.info/betriebs-info Foto: Huber SE Foto: Stadt Bochum

bdeni ri OtvUÖW*th#>J j~)\A/A Q Gerrnan Water VMU DBVW t:. '",;.. H * Partnership iaaqw*0öiij WMMraMicnaq«V Wasserwirtschaft hilft Ukraine Erneuter gemeinsamer SPENDENAUFRUF Der Angriffskrieg gegen die Ukraine geht unvermindert weiter. Neben der Energieversorgung ist auch die Wasserinfrastruktur massiv von der Zerstörung betroffen. Vor allem mit Blick auf die aktuellen Temperaturen, stehen die Wasserversorger und Abwasserbetriebe in der Ukraine vor immensen Herausforderungen, um die elementare Daseinsvorsorge für die Menschen vor Ort aufrecht zu erhalten. Durch Ihre Spenden von Pumpen, Generatoren, Fahrzeugen und anderen technischen Hilfsgütern konnten bereits mehr als 50 Betrieben und Kommunen vor Ort geholfen werden. Die wasserwirtschaftlichen Betriebe in der Ukraine brauchenaberweiterhindringendHilfsgüter dieser Art. Wie Sie helfen können Eine aktuelle Bedarfsliste, Hinweise zur Abwicklung und Logistik sowie weitere Informationen und rechtliche Hinweise zu finanziellen Spenden finden Sie hier: ■ä www.vku.de/ukraine-hitfe Durchgeführt von Im Auftrag des

5 Editorial www.dwa.info/zeitschriften a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 1 Wissen reicht nicht – Handeln ist nötig Auch zu Beginn des Jahres 2026 nimmt die Menge an Herausforderungen, die die Wasserwirtschaft anzugehen und zu bewältigen hat, nicht ab. In den meisten Fällen ist nicht die Wasserwirtschaft allein gefragt, sondern es sind Kooperationen mit anderen Disziplinen nötig. Gehandelt werden muss, und angesichts multipler Krisen braucht man einen langen Atem. Der bekannte Klimaforscher Mojib Latif stellte nach der 30. Weltklimakonferenz, die vor wenigen Wochen stattgefunden hat, in einem Interview mit dem Norddeutschen Rundfunk fest „Wissen führt nicht zum Handeln“. Was die Wasserwirtschaft betrifft: Die Branche handelt in der Tat, aber es gibt Stellen, wo dies noch entschlossener passieren könnte. Was sind wichtige Herausforderungen für uns als Wasserwirtschaft? An prominenter Stelle: Die neue EU-Kommunalabwasserrichtlinie mit ihren zahlreichen weitergreifenden Regelungen, auch wenn sie noch nicht in deutsches Recht umgesetzt ist. Zum Beispiel wird der künftig geforderte Umgang mit anthropogenen Spurenstoffen für viele Kläranlagenbetreiber hohe Investitionen und steigende Betriebskosten bedeuten. Die Frage der Kostenverteilung ist zwar in der Richtlinie geregelt, aber es gibt Widerspruch aus der Pharma- und Kosmetikindustrie, und unabhängig davon, wie die von der Industrie angestrengten Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof ausgehen, sind die Details der betriebswirtschaftlichen Umsetzung noch unklar. Weiterbearbeitet und gelöst werden muss auch die Phosphorrückgewinnung aus Abwasser oder Klärschlamm. Die gesetzlichen Fristen laufen zwar noch für einige Jahre, aber diese vergehen schnell, zumal sich bislang kein Verfahren als rundum technisch und wirtschaftlich erfolgreich aufdrängt. Es gibt vielversprechende Ansätze, Pilot- und Versuchsanlagen, interkommunale Kooperationen und anderes mehr, aber ein Standardverfahren der Phosphorrückgewinnung äquivalent dem Belebungsverfahren in der Abwasserreinigung lässt weiter auf sich warten. Eine Fristverlängerung erscheint als bester Weg, zumal die Politik auch noch keine Regelung für die Nutzung des Recyclingprodukts geschaffen hat. Nicht geklärt bei den beiden genannten Themen – Spurenstoffelimination wie Phosphorrückgewinnung – ist die Frage der Kosten, der Gebührenfähigkeit der zu ergreifenden Maßnahmen. Was ist Aufgabe der Abwasserreinigung? Sind Phosphorrezyklate marktfähige Produkte, sind sie als Düngemittel zugelassen, sind sie rechtlich Abfälle, wo endet die Abfalleigenschaft? Fragen über Fragen. Man mag manche der aufgeworfenen Fragen für übertrieben gründlich halten, aber die deutsche Rechtsordnung ist, wie sie ist, und das aus gutem Grund, und es nutzt nichts, wenn „mal einfach gemacht wird“, und viele Entscheidungen dann den Verwaltungsgerichten zur Überprüfung vorgelegt werden müssen. Ein weiterer wichtiger Punkt sind Zustand und Erhaltung der Infrastruktur. Eine Infrastruktur zu errichten, ist das eine. Die Unterhaltung und der Betrieb über einen langen Zeitraum, Erhalt des Wertes sind eine andere Seite. Zu was es führt, wenn der Erhaltung der Bausubstanz zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird, sieht man beispielsweise an Straßenbrücken und Eisenbahnrouten. Hier sind Programme von beträchtlichen Dimensionen nötig. Sicherlich trifft das eine oder andere auch für die Wasserwirtschaft zu; aber: hier ist nicht alle Infrastruktur sichtbar – zum Teil liegt sie unter der Erdoberfläche, zum Teil ist sie für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Nicht einfach sind auch Genehmigungsverfahren in Deutschland. Sicherlich wünscht man keinen autoritären Staat, der einfach baut und tut, was er für richtig hält. Aber würde man große Infrastrukturen auch der Wasserwirtschaft heute noch in überschaubarer Zeit errichten können? Ein eigenes Thema ist der Wandel der Altersstruktur der Bevölkerung mit allen Folgen. Eine besondere Folge dieses Wandels ist der Mangel an Fachkräften in vielen Branchen. Die deutsche Wasserwirtschaft wirbt für ihre Berufsbilder, möchte junge Fachkräfte und Bewerber anziehen. Die DWA hat hierzu schon vor vielen Jahren die Junge DWA als Netzwerk junger Menschen in der DWA ins Leben gerufen, zum Beispiel, um Nachwuchskräften einen optimalen Start ins Berufsleben zu ermöglichen. In jüngerer Zeit hat die DWA, von Baden-Württemberg ausgehend, ihre Nachwuchskräfteinitiative „Wasser – alles klar“ gegründet. Hier werden unter anderem Berufe, Ausbildungen, Studiengänge vorgestellt. An der Gewinnung von ausländischen Fachkräften, so meine Überzeugung, führt kein Weg vorbei. Ein Dauerthema ist der Klimawandel. Die Herausforderungen des Klimawandels erfordern mehr als nur gute Absichten – sie verlangen nach mutigen Innovationen und ganzheitlichen Lösungen. Eine Folge des Klimawandels sind wasserwirtschaftliche Extremereignisse. Die Wasserwirtschaft kann nicht den Klimawandel als solchen bekämpfen oder zurückdrehen, aber sie kann – im Verbund mit anderen Disziplinen – der Gesellschaft helfen, sich an die Folgen anzupassen, die Erde als lebenswerten Ort zu erhalten. Auch hier ist die DWA aktiv: Unter anderem hat sie die Allianz für eine wasserbewusste Stadtentwicklung initiiert, in der viele Verbände und Organisationen kooperieren. Ich wünsche uns allen ein gutes, erfolgreiches Jahr 2026, persönlich Gesundheit und dass wir gemeinsam alle Herausforderungen mit Entschlossenheit angehen und ihnen letztlich erfolgreich begegnen, mit dem Selbstbewusstsein, dass wir für sinnhafte, nachhaltige Lösungen eintreten. Foto: David Ausserhofer Prof. Dr. Uli Paetzel Präsident der DWA

6 Spektrum a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 1 www.dwa.info/KA Biomasse bleibt im Stromsteuergesetz Aus Biomasse sowie Klär- und Deponiegas erzeugter Strom wird im Steuerrecht weiterhin als Strom aus erneuerbaren Energien definiert. Eine Neufassung des bestehenden § 2 Nummer 7 des Stromsteuergesetzes ohne diese Erzeugungsformen, der im Entwurf der Bundesregierung für ein Drittes Gesetz zur Änderung des Energiesteuer- und des Stromsteuergesetzes vorhanden war, hat der Finanzausschuss des Bundestags im November 2025 gestrichen. Im Anschluss hat der Bundestag den Gesetzesentwurf in der vom Finanzausschuss geänderten Fassung beschlossen. Es bleibt somit bei der bisherigen Regelung. Auch für Strom aus Windkraft, Sonnenenergie, Erdwärme oder Wasserkraft ergeben sich keinerlei Änderungen im Vergleich zur bisherigen Rechtslage. Zudem kann künftig in Wind- und Solarparks zur Stromerzeugung genutzter Strom „bürokratiearm“ zwischen einzelnen Anlagenbetreibern geliefert werden (sogenannte Querlieferungen), ohne dass wie bislang Steueranmeldungen und Entlastungen für entsprechende Strommengen erforderlich sind. https://www.bundestag.de/dokumente/ textarchiv/2025/kw46-de-energiesteuer- 1126268 A Phosphorrückgewinnung: Kooperation von PGS mit Stuttgart und Karlsruhe Die Phosphorgewinnung Schkopau (PGS) startet eine Kooperation mit der Stadtentwässerung Stuttgart und dem Tiefbauamt Karlsruhe, um gemeinsam neue Wege bei der Verwertung von Klärschlammasche zu beschreiten. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden insgesamt voraussichtlich 1500 Tonnen Klärschlammasche jährlich in Chargen nach Schkopau geliefert – 1050 Tonnen aus Stuttgart und 450 Tonnen aus Karlsruhe. Die dortige Ash2Phos-Anlage der PGS kann jährlich rund 30 000 Tonnen Asche verarbeiten. Diese Lieferung aus BadenWürttemberg ermöglicht es, so PGS in einer Mitteilung, ab 2027 die Anlage unter realen Bedingungen zu betreiben und wertvolle Erkenntnisse für den zukünftigen Betrieb zu gewinnen. Die Vertragslaufzeit ist bis Ende 2028 angelegt. Boris Diehm, Abteilungsleiter Klärwerke und Kanalbetrieb der Stadtentwässerung Stuttgart, betont: „Wir sind begeistert, die innovative Ash2Phos-Anlage bis vorerst Ende 2028 zu nutzen und damit von einer neuen Technologie zu profitieren. Über diesen Weg sehen wir, wie gut aus unserer Klärschlammasche Phosphor zurückgewonnen werden kann.“ A Auftakt für „Norddeutsches Kompetenzcluster Drohnenabwehr“ Die norddeutschen Küstenländer wollen bei der Drohnenabwehr zusammenarbeiten. Darauf haben sich die Innenministerinnen und -minister sowie Innensenatoren der norddeutschen Küstenländer verständigt. Angesicht verstärkter Drohnensichtungen über Hafenstandorten, Kasernen und weiteren kritischen Infrastrukturen in Norddeutschland und bundesweit in den vergangenen Wochen und Monaten sollen zusätzliche und gemeinsame Fähigkeiten zur Drohnenabwehr unter der Bezeichnung „Norddeutsches Kompetenzcluster Drohnenabwehr“ aufgebaut werden. Die Auftaktveranstaltung fand am 7. November 2025 in Hamburg statt. Ziel ist es, die Vernetzung für eine verstärkte koordinierte und zielgerichtete Zusammenarbeit zu verstetigen. Das Cluster ist damit Plattform und Ausgangsbasis für die weitere operative Zusammenarbeit und die Entwicklung einer gemeinsamen strategischen Ausrichtung. A Umfrage: Bundesweite Fortschritte bei der Kommunalen Wärmeplanung Immer mehr Kommunen befinden sich im Prozess der Kommunalen Wärmeplanung (KWP). Das zeigen die Antworten von insgesamt 967 Städten, Gemeinden und Landkreisen, die an der Kommunenbefragung 2025 des Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) teilgenommen haben. Die Umfrage verdeutlicht auch, wie Kommunen in Deutschland die Kommunale Wärmeplanung angehen, welche Hürden sie dabei bewältigen und wo sie Potenziale sehen. Im Vergleich zur Vorjahresbefragung stieg die Anzahl der Kommunen, die mitten in der Durchführung sind, um 20 Prozent. Weniger Kommunen befinden sich in der Vorbereitungsphase – die Anzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr halbiert. Die Befragung ergab, dass die Wärmeplanung im Durchschnitt 18 Monate dauert. Die Kosten einer KWP sind im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben und liegen im Durchschnitt bei 3,79 Euro/Einwohner – abhängig von Kommunengröße und Grundlagen. Verbandsgemeinden und Landkreise übernehmen die Federführung für viele kleinere Gemeinden unter 10000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Fehlende personelle und finanzielle Ressourcen bleiben die größte Hürde der KWP. Darüber hinaus bleiben rechtliche Unsicherheiten, etwa bei der Verzahnung zwischen Gebäudeenergie- und Wärmeplanungsgesetz oder durch fehlende Landesgesetze, bestehen. Auch die Datenbeschaffung für die Bestandsanalyse sowie die Einbindung der Öffentlichkeit und Fachakteure gelten weiterhin als zentrale Herausforderungen. Download des Gesamtberichts: https://www.kww-halle.de/praxis-kommunale-waermewende/kwwkommunenbefragung#c1816 A Schwefel und Siloxane in Biogas gleichzeitig messen Forscher*innen am Zentrum für Energie- und Umweltwissenschaften des Paul Scherrer Institut (PSI) haben eine Analysemethode entwickelt, die die beiden kritischsten Verunreinigungen in Biogas gleichzeitig erfasst: Schwefelverbindungen und Siloxane − bis zu Spuren von fünfzehn milliardstel Anteilen. Dabei trennt ein Gaschromatograph zunächst die Bestandteile im Biogas auf. Anschließend werden sie durch Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma erfasst. Das PSI ist das größte Forschungsinstitut der Schweiz und ist Teil des ETH-Bereichs, dem auch die ETH Zürich und die ETH Lausanne angehören sowie die Forschungsinstitute Eawag, Empa und WSL. Originalpublikation: Simultaneous quantification of siloxanes and condensable sulfur compounds in biogas for energy applications, Progress in Energy, 27.11.2025, online https://iopscience.iop.org/article/ 10.1088/2516-1083/ae1923 A Polio-Wildviren im Hamburger Abwasser gefunden In einer Hamburger Abwasserprobe sind Polio-Wildviren vom Typ 1 (WPV1) nachgewiesen worden. Das Risiko für die allgemeine Bevölkerung wird aufgrund der

7 Spektrum www.dwa.info/zeitschriften a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 1 hohen Impfquoten und des isolierten Nachweises im Abwasser durch das Robert Koch-Institut (RKI) und die Fach- und Reaktionsgruppe Seuchenschutz des Öffentlichen Gesundheitsdienstes der Freien und Hansestadt Hamburg als sehr gering eingeschätzt. Polio-Wildviren kommen weltweit nur noch in Afghanistan und Pakistan vor und können zu Poliomyelitis (Kinderlähmung) führen. Dem RKI wurden bislang deutschlandweit keine klinischen Fälle von Poliomyelitis übermittelt. Das Nationale Referenzzentrum für Poliomyelitis und Enteroviren (NRZ PE) am RKI untersucht zusammen mit dem Umweltbundesamt in einem Forschungsprojekt fortlaufend Abwasserproben aus deutschen Großstädten auf Polioviren, darunter auch aus Hamburg. Die positive Probe stammt aus der Kalenderwoche 41/2025. Da es sich um eine Abwassersammelprobe aus Hamburg und teilweise angrenzenden Bundesländern handelt, ist eine genaue örtliche Bestimmung, wo das Virus durch menschliche Ausscheidung in das Abwasser gelangte, nicht möglich. Auch kann durch die Untersuchung nicht festgestellt werden, ob eine oder mehrere Personen mit dem Virus infiziert sind. www.rki.de/polio www.rki.de/polio-impfung A Neue Messmethodik belegt: Kläranlagen entfernen über 95 Prozent des Mikroplastiks Ein Forschungsteam von TU Graz, TU Wien und Umweltbundesamt (Österreich) hat nach eigener Mitteilung eine praxistaugliche Methodik entwickelt, um Mikroplastik im Zu- und Ablauf von Kläranlagen zuverlässig zu bestimmen. Wie das Team um Günter Gruber vom Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau der TU Graz und Helmut Rechberger vom Institut für Wassergüte und Ressourcenmanagement der TU Wien gemeinsam mit dem Umweltbundesamt belegen konnte, halten Kläranlagen über 95 Prozent des bestimmbaren Mikroplastiks zurück. Das Team der TU Graz widmete sich im Rahmen der Untersuchungen, die hauptsächlich an und mit Unterstützung der Kläranlage der Stadt Graz durchgeführt wurden, der schwierigen Aufgabe einer repräsentativen Probenentnahme und der Gewinnung der Feststoffproben. Für eine repräsentative Messung waren großvolumige 24-Stunden-Mischproben – 100 Liter im Zulauf und 1000 Liter im Ablauf – nötig, die im Tagesverlauf das unterschiedlich hohe Aufkommen der Abwassermengen berücksichtigen. Um eine gute Durchmischung sicherzustellen, suchte das Team in der Kläranlage Graz gezielt turbulente Bereiche und entnahm dort über 28 Tage hinweg Proben, die es zur Vermeidung von zusätzlichen Verunreinigungen in Edelstahlbehältern sammelte. In Vorversuchen bestimmte die Forschungsgruppe zudem den idealen Ansaugpunkt, da die Probenentnahme nicht über die gesamte Abflusstiefe erfolgen kann. Dieses Vorgehen validierte das Team abschließend mit weiteren Untersuchungen in der Kläranlage Wiener Neustadt. Das Team der TU Wien befasste sich hauptsächlich mit der Feststoffabtrennung, mit der Probenaufbereitung und mit der Durchführung einer der beiden verwendeten Analysemethoden zur Mikroplastikbestimmung. Hierfür wurde ein Discfiltersystem entwickelt, mit dem die sequenzielle Filtration (zuerst mit einer Maschengröße von 20 µm, dann 10 µm) von Mikroplastikpartikeln großer Probenvolumina zur Gewinnung von Feststoffproben möglich ist. Das Umweltbundesamt steuerte eine zweite Analysemethode bei, mit der sich nicht nur die Masse, sondern auch die Art der Kunststoffe und deren Konzentrationen ermitteln lässt. Download des Abschlussberichts: www.gfa-news.de/gfa/webcode/ 20251113_001 A EEA: Überwachung von Antibiotikaresistenzen in Oberflächengewässern ist notwendig Die Überwachung von Antibiotikaresistenzen in Oberflächengewässern ist notwendig, um die Risiken einer Resistenzübertragung auf den Menschen zu bewerten, heißt es in dem Briefing „Antimikrobielle Resistenzen in Oberflächengewässern“ der Europäischen Umweltagentur (EEA). Da Antibiotikaresistenzen in der Umwelt mittlerweile als zentraler Bestandteil des EU-Aktionsplans „One Health“ anerkannt sind und neue EUVorschriften wie die überarbeitete Kommunalabwasserrichtlinie ab 2030 eine Überwachung vorschreiben, müssten die Länder Überwachungsprogramme für dieses neu identifizierte Risiko im Wasser einrichten. Das Briefing der EEA beschreibt Aspekte, die für eine robuste, europaweite Überwachung von Antibiotikaresistenzen in der Umwelt berücksichtigt werden sollten. Dazu gehören klare Ziele, harmonisierte Methoden und Protokolle für die Probenahme, robuste Qualitäts- und Kontrollverfahren sowie ein zentrales Datenmeldesystem. Grundlage hierfür sind die wichtigsten Ergebnisse einer Pilotstudie einer Arbeitsgruppe des EEA-Netzwerks, an der Experten aus 14 europäischen Ländern beteiligt waren. Antibiotika und antibiotikaresistente Bakterien kommen natürlicherweise in der Umwelt vor, ihre Verbreitung wird jedoch hauptsächlich durch den Einsatz von Antibiotika in der Human- und Veterinärmedizin vorangetrieben. Abwässer aus der pharmazeutischen Industrie, Kommunalabwasser und Klärschlamm sowie landwirtschaftliche Gülle und Abfälle können Antibiotikaresistenzen in die Umwelt einbringen. EEA-Briefing: www.gfa-news.de/gfa/webcode/ 20251119_002 A England: Aufwuchskörper aus Kläranlage am Strand Am Camber Sands Beach im Süden Englands (Essex) wurden große Mengen kleiner Kunststoffkörper gefunden. Das in der Region tätige Wasserunternehmen Southern Water geht davon aus, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kügelchen aus seiner Kläranlage in Eastbourne stammen. Dort wurde ein Defekt an einem Siebfilter festgestellt, der offenbar dazu geführt hat, dass Kügelchen, die im Klärprozess verwendet wurden, bei starkem Regen ins Meer gelangten. Der Siebfilter hätte dies eigentlich verhindern sollen. A Klimaschutz: Kläranlage Greven-Reckenfeld ausgezeichnet Ende November 2025 wurden mit dem bundesweiten Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2025“ wieder vorbildliche Kommunen und Regionen ausgezeichnet, die durch ambitionierte, innovative und effektive Maßnahmen Treibhausgas-

8 Spektrum a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 1 www.dwa.info/KA emissionen vermeiden. Aus der Wasserwirtschaft dabei: die Kläranlage GrevenReckenfeld. Im Zentrum des Projekts dort steht die energetische Optimierung der Kläranlage von einem hohen Energieverbraucher hin zu einer nahezu energieautarken Einrichtung. Da Kläranlagen zu den größten Energieverbrauchern im kommunalen Bereich gehören, leisten die ergriffenen Maßnahmen einen wesentlichen Beitrag zur Treibhausgas-Reduktion in Greven, so das Bundesumweltministerium in einer Mitteilung. Mit dem Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ ehrt das Bundesumweltministerium seit 2009 jährlich vorbildliche Kommunen und Regionen, die durch ambitionierte, innovative und effektive Maßnahmen Treibhausgasemissionen vermeiden. Die sechs Kommunen, die ausgezeichnet wurden, wurden aus insgesamt 133 Bewerbungen ausgewählt und erhielten je 40 000 Euro. A Mülheim Water Award 2026 ausgeschrieben Bis zum 28. Februar 2026 läuft die Bewerbungsphase für den Mülheim Water Award, der 2026 bereits zum zehnten Mal vergeben wird. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis zeichnet herausragende Projekte aus der praxisorientierten Forschung und Entwicklung sowie innovative Konzepte zur Verbesserung der Wasseranalytik und Trinkwasserversorgung aus. Das Thema der aktuellen Ausschreibung lautet: „Innovationen für eine nachhaltige Wasserwirtschaft und sichere Trinkwasserversorgung“. Teilnahmeberechtigt sind natürliche und juristische Personen, Institutionen und Projektgruppen aus Europa und Israel, die sich mit zukunftsweisenden Konzepten und Lösungen befassen. Die Preisverleihung findet am 16. September 2026 im Rahmen des Conference Dinners des 7. Mülheimer Wasseranalytischen Seminars (MWAS 2026) in Mülheim an der Ruhr statt. www.muelheim-water-award.com A „Goldener Kanaldeckel 2025“ für Bochum, Ettlingen und Arnheim Das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur hat in diesem Jahr zum 18. Mal den „Goldenen Kanaldeckel“ verliehen. Die Auszeichnungen gehen 2025 an engagierte Fachleute aus Arnheim (Niederlande), Ettlingen und Bochum, die mit herausragenden Projekten maßgeblich zur Weiterentwicklung der kommunalen Abwasserinfrastruktur beigetragen haben, so das IKT. Überreicht wurden die Auszeichnungen auf dem „Tag der Kommunalen Abwasserbetriebe“ am 12. November 2025 im IKT. Der 1. Platz ging an Bochum für „Innovative Lösungsansätze bei der Aufteilung von (inner-)städtischen Straßenquerschnitten unter Berücksichtigung von Trennsystemen, Klimaanpassung und Energiewende“. Ettlingen bekam den 2. Preis für das Projekt „Strategisches Infrastrukturmanagement“. Die Stadt hat ein umfassendes System eingeführt, das den Zustand von Straßen und Kanalisation systematisch erfasst und mithilfe von KI auswertet. Arnheim (3. Platz) wurde für das Projekt „Bewertung von Inspektionsinstrumenten für Druckleitungen – eine praxisnahe Untersuchung“ ausgezeichnet. A Niedersachsen: Klimaanpassung wird kommunale Pflichtaufgabe Mit der Novelle des Niedersächsisches Klimagesetzes hat der Niedersächsische Landtag im November 2025 zwei Bundesgesetze in Landesrecht umgesetzt: das Wärmeplanungsgesetz und das Klimaanpassungsgesetz. Für ihre Wärmeplanung bekommen die niedersächsischen Kommunen bis zum Jahr 2040 mehr als 46 Millionen Euro vom Land. Denn das Wärmeplanungsgesetz des Bundes verpflichtet die Länder, in ihrem Gebiet flächendeckend eine Wärmeplanung umzusetzen. In Niedersachsen wird die Pflicht auf die Ebene der Einheits- und Samtgemeinden übertragen. 95 Mittel- und Oberzentren in Niedersachsen sind schon im bisherigen Klimagesetz zur Wärmeplanung verpflichtet. Diese sind bereits alle mit der Umsetzung beschäftigt und müssen im kommenden Jahr fertig sein. Die ersten zwölf Wärmepläne von Mittel- und Oberzentren wurden bereits eingereicht. Damit müssten nur etwa 140 Samt- und Mitgliedsgemeinden im Rahmen der Novelle neu verpflichtet werden, so das Landesumweltministerium. Nachdem bereits Klimaschutz kommunale Pflichtaufgabe ist, wird Niedersachsen jetzt auch die Klimaanpassung flächendeckend zur vom Land finanzierten Pflichtaufgabe machen. Für die Erstellung von Klimafolgeanpassungskonzepten und deren Umsetzung finanziert das Umwelt- und Klimaschutzministerium den Kommunen die neue Pflichtaufgabe im Rahmen der Konnexität. Bis zum 31. Dezember 2028 sind die Landkreise, die Region Hannover, die kreisfreien Städte, die Landeshauptstadt Hannover sowie die Stadt Göttingen verpflichtet, ein kommunales Klimaanpassungskonzept zu erarbeiten. Damit auch die Umsetzung der kommunalen Klimaanpassungskonzepte gelingt, stellt das Land ab 2027 dauerhaft finanzielle Mittel für eine Personalstelle für ein Klimaanpassungsmanagement je Landkreis und kreisfreier Stadt zur Verfügung. A Klimaanpassungsgesetz beschlossen: Eine Million Bäume für Berlin Berlin soll grüner werden und in den kommenden 15 Jahren Hunderttausende zusätzliche Bäume bekommen, um besser für den Klimawandel gewappnet zu sein. Das Abgeordnetenhaus beschloss dazu in einer Sondersitzung Anfang November 2025 mit breiter Mehrheit ein Klimaanpassungsgesetz. CDU, SPD, Grüne und Linke stimmten dafür, die AfD enthielt sich. Basis des Gesetzes war eine Vorlage der Bürgerinitiative „BaumEntscheid“, die dazu ein Volksbegehren beantragt hatte. Die Koalitionsfraktionen CDU und SPD verhandelten mit dem Bündnis über einige Änderungen, sodass der Gesetzentwurf nun vom Parlament verabschiedet wurde. Ein Volksbegehren und ein möglicher Volksentscheid sind damit vom Tisch. Laut Gesetz soll Berlin bis 2040 über eine Million Bäume verfügen, mehr als doppelt so viele wie heute. Weitere Maßnahmen zur Klimaanpassung sind geplant, etwa Grünflächen als „Kühlinseln“, mehr Regenwassermanagement und verbindliche Hitzeaktionspläne auf Landes- und Bezirksebene. Angenommener Text: https://www.parlament-berlin.de/ ados/19/IIIPlen//vorgang/d19-2573-1.pdf A Dialoge zur Erreichung der Umweltziele des EU-Wasserrechts geplant Als Teil der Umsetzung der EU-Strategie zur Stärkung der Wasserresilienz startet die EU-Kommission eine Reihe struktu-

9 Spektrum www.dwa.info/zeitschriften a Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 1 rierter Wasserdialoge mit den Mitgliedstaaten, um gemeinsam die Maßnahmen zur Erreichung der Umweltziele der EUWassergesetzgebung zu beschleunigen. Laut dem jüngsten Bericht über den Zustand der Gewässer in der EU erreichen nur 39,5 % der Oberflächengewässer in der EU einen guten ökologischen Zustand, und nur 26,8 % erreichen einen guten chemischen Zustand. Ziel der Dialoge ist es, die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der länderspezifischen Empfehlungen zur Verbesserung des Wassermanagements bis 2027 zu unterstützen. Diese Empfehlungen wurden im Rahmen der jüngsten Bewertung der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, der Hochwasserschutzrichtlinie und der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie formuliert. Die Dialoge, die zwischen 2025 und 2027 mit jedem Mitgliedstaat geführt werden, umfassen vorbereitende technische Treffen zwischen der Kommission und den nationalen Verwaltungen und gipfeln in einer politischen Diskussion unter der Leitung von EU-Kommissarin Jessika Roswall und dem/den zuständigen Minister(n) für Wasserwirtschaft. A Transferprojekt: Oldenburger Internet Der Dinge – Anwendungsfall Wasser Um auf Extremwetter vorbereitet zu sein, entwickeln Forschende in Oldenburg die Plattform OIDD (Oldenburger Internet Der Dinge). OIDD bündelt Umwelt- und Wetterdaten aus Sensoren, Datenbanken und früheren Projekten. KIAnalysen helfen, Risiken wie zum Beispiel Hochwasser frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. OIDD soll es der Stadt Oldenburg ermöglichen, datenbasierte Entscheidungen bezüglich anstehender Extremereignisse zu treffen. Außerdem soll der Wissenstransfer zwischen verschiedenen Stakeholdern aus Forschung, Wirtschaft und Kommunen gefördert werden. Hierfür werden die Forschenden der Carl von Ossietzky Universität und des Informatikinstituts OFFIS gemeinsam mit den Unternehmensverbänden Niedersachsen e. V. (UVN), der Stadt Oldenburg und dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen und zusätzliche Sensoren in der Stadt für weitere Datenerhebungen installieren. Die Plattform wird auf der technischen Grundlage der HIDD-Plattform aufbauen, die im Rahmen des Projektes „Hannover Internet der Dinge (HIDD) unter Leitung der UVN entwickelt und erfolgreich getestet wurde. Um den Praxisbezug der Plattform sicherzustellen, werden die Projektpartner drei Anwendungsfälle erproben: Umgang mit Flut und Dürre, Bewässerungsmanagement, Management von Wasserqualität. https://zdin.de/transferprojekte A Neue Einreichungsrunde im Förderwettbewerb „Grüne Gründungen.NRW“ gestartet Mit einer neuen Einreichungsrunde des Förderwettbewerbs „Grüne Gründungen. NRW“ stärkt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen gezielt Start-ups, die Umwelt- und Klimaschutz mit wirtschaftlichem Erfolg verbinden. Für die neue, sechste Wettbewerbsrunde stehen rund 10 Millionen Euro aus EU- sowie Landesmittel zur Verfügung im Rahmen des EFRE/JTF-Programms 2021–2027. Der Wettbewerb „Grüne Gründungen.NRW“, 2023 gestartet, fördert innovative Startups mit bis zu 600000 Euro pro Vorhaben. Förderfähig sind Vorhaben aus dem gesamten Spektrum der Umweltwirtschaft. Antragsberechtigt sind Unternehmensneugründungen aus der Umweltwirtschaft (kleine und Kleinstunternehmen). Nichtwirtschaftliche Einrichtungen wie Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Vereine, Kammern oder Stiftungen können als Partner beteiligt sein, wenn sie Start-ups bei der Entwicklung von Prototypen unterstützen. Projektskizzen können bis zum 31. März 2026, 14:00 Uhr, eingereicht werden. Eine siebte Einreichungsrunde ist für das dritte Quartal 2026 geplant. www.efre.nrw https://www.in.nrw/gruene-gruendungen-nrw A Neuer Förderaufruf für die „Exportinitiative Umweltschutz“ (EXI) gestartet Das Bundesumweltministerium startet eine neue Förderrunde der „Exportinitiative Umweltschutz“ (EXI). Gefördert werden vorrangig Projekte in zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge, etwa in der Kreislauf- und Recyclingwirtschaft, der Wasser- und Abwasserwirtschaft, im nachhaltigen Konsum sowie beim Einsatz von Wasserstoff-Minigrids zum Beispiel als Ersatz für Dieselgeneratoren. Bewerben können sich insbesondere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft – ausdrücklich auch kleine und mittlere Unternehmen –, ebenso wie Vereine, Verbände, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit Sitz in Deutschland. Ziel der EXI ist es, Technologien deutscher GreenTech-Unternehmen auf internationalen Märkten zu platzieren und so zur Lösung von Umweltproblemen beizutragen. Projektskizzen können bis zum 15. Februar 2026 (23:59 Uhr MESZ) eingereicht werden. www.exportinitiative-umweltschutz.de A Nordrhein-Westfalen: 34 Millionen Euro für kommunale Klimaanpassung Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen unterstützt Städte und Gemeinden beim Umgang mit den Folgen der Klimakrise und stockt den Förderaufruf „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ um weitere 34,2 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln im Rahmen des EFRE/ JTF-Programms NRW 2021–2027 auf. Für größere Vorhaben ab 200000 Euro stehen in der vierten Einreichungsrunde des Wettbewerbsverfahrens 21,1 Millionen Euro bereit. Der Aufruf richtet sich vorrangig an Kommunen, teilnahmeberechtigt sind zudem Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Kammern, Vereine und Stiftungen. Projektskizzen für die vierte Einreichrunde können bis zum 29. Januar 2026 bei der Innovationsförderagentur NRW (IN.NRW) eingereicht werden, die auch Beratung anbietet. Förderfähig sind insbesondere investive Maßnahmen wie die Entsiegelung befestigter Flächen, das Anlegen von Mulden, Rigolen oder Retentionsflächen sowie Maßnahmen zur Kühlung und Verschattung. Zusätzlich wird erstmals eine Richtlinienförderung für kleinere Vorhaben unter 200 000 Euro angeboten, für die 13,1 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Hier werden Mittel nach dem Windhundprinzip vergeben. Die Frist für Anträge endet hierfür am 31. Dezember 2026. Unterstützt werden Maßnahmen, die die Verwundbarkeit gegenüber Hitze, Starkregen oder anderen Klimafolgen verringern und unmittelbar zur lokalen Klimavorsorge beitragen. www.efre.nrw A

Vorteile einer DWA-Mitgliedschaft www.dwa.de Kostenlos  Eine der beiden monatlich erscheinenden Verbandszeitschriften – KA Korrespondenz Abwasser, Abfall inkl. der Beilage Betriebs-Info (4 x jährlich) oder – KW Korrespondenz Wasserwirtschaft inkl. der Online-Version der Gewässer-Info als Printversion, Online unter www.dwa.de/direkt und mobil als App. Zusätzliche Exemplare oder die zweite Verbandszeitschrift gibt es zu günstigen Konditionen.  DWA-Branchenführer Wasserwirtschaft, Abwasser, Abfall  Mitgliederbereich im Internet – KA oder KW online lesen – KA oder KW mit der App DWApapers and more (iOS und Android) lesen – Literaturdatenbank – Fachwörterbücher in vielen Sprachen – Mitgliederverzeichnis – Arbeitsberichte und Fachinformationen  DWA-Jahrbuch (auf Anforderung) Ermäßigt  Fort- und Weiterbildungsangebote Als Mitglied der DWA und der European Water Association (EWA), des BWK und der Partnerverbände in der Schweiz (VSA, SVW) und Österreich (ÖWAV) Zusätzlich für fördernde Mitglieder Kostenlos  Option, das Logo "Mitglied in der DWA" im Firmen-Briefbogen zu nutzen (www.dwa.de/direkt) Ermäßigt  20 % Ermäßigung beim Erwerb des DWA-Regelwerks und vieler weiterer DWA-Publikationen  Fort- und Weiterbildungsangebote für alle Mitarbeiter  Ermäßigungen für Aussteller bei vielen DWA-Tagungen und ausgesuchten Messen  Teilnahme an den DWA-Erfahrungsaustauschen für Kommunen oder Ingenieurbüros  50 % Ermäßigung auf den Mitgliedsbeitrag für Anmeldungen von Niederlassungen, wenn der Hauptsitz bereits Mitglied ist  Günstige Konditionen für eine Umwelt-Strafrechtsschutzversicherung für Kommunen, Kreisverwaltungen und Abwasserzweckverbände Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) Theodor-Heuss-Allee 17 · 53773 Hennef Telefon: 02242 872-123 · Fax: 02242 872-200 mitgliederservice@dwa.de · www.dwa.de Weitere Informationen zu einer Mitgliedschaft finden Sie unter www.dwa.de/ mitgliedschaft 11/2018

RkJQdWJsaXNoZXIy MTY1NTA0