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30.09.2019

Projekt zur effizienteren Ozonerzeugung

„AkTiO3n” - Aufbringung katalytischer, aktiver Oberflächen auf Titansubstraten zur Ozonerzeugung - heißt ein Projekt, in dem der Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) und die Innovatec GmbH in Rheinbach (Nordrhein-Westfalen) zusammenarbeiten. Dabei geht es darum, zur Ozonerzeugung verwendete Materialien weiterzuentwickeln, um eine langzeitbeständigere, konstantere Menge Ozon erzeugen zu können. Das Bundeswirtschaftsministerium hat dazu im Zentralen Innovationsprogramm für den Mittelstand (ZIM) insgesamt rund 380 000 Euro für die Dauer von zwei Jahren bewilligt. Die bisher eingesetzten Zellen zur Elektrolyse weisen sporadisch Qualitätsschwankungen bei den Schichten des Katalysators auf, was zu Einbußen bei ihrer Leistung und Lebensdauer führen kann. Dies bedingt dann einen hohen Ausschuss in der Elektrodenherstellung. Jetzt wird mit neuen Verfahren beim Aufbringen der aktiven Katalysatorschichten auf die Elektrodensubstrate gearbeitet mit dem Ziel, die chemischen Prozesse für eine verbesserte Ozonausbeute und längere Standzeit zu optimieren. Einerseits gehe es darum, den Prozess der Beschichtung und damit die Qualität zu verbessern. Andererseits wird mit verschiedenen Stoffen für die Beschichtung experimentiert. Die Elektroden bestehen aus gesintertem Granulat, weil die Oberfläche porös sein muss, damit der Gasaustausch ungestört ablaufen kann. Der Katalysator ist ein Feststoff, der in Mikrometerdicke auf die Elektrode aufgebracht wird. Weitere Details werden noch nicht genannt.

Sicht auf eine Elektrode (Foto: Steffen Witzleben)

Prof. Dr. Steffen Witzleben, Tel. 0 22 41/865-494

steffen.witzleben@h-brs.de

Webcode: 20190930_001