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27.09.2019

Neues Verfahren für naturbasierte Mikropartikel in Kosmetik in Entwicklung

Die Professur Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen der TU Bergakademie Freiberg will in den kommenden Jahren gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Mainz und der TU München sowie drei Industriepartnern ein innovatives Verfahren zur Herstellung neuer biobasierter und bioabbaubarer Mikropartikel entwickeln. Die zu entwickelnden umweltfreundlichen Mikropartikel sollen Mikroplastik in Shampoos und anderen Kosmetika ersetzen. Im Projekt „Bioshampoo” wird die vollständige Prozesskette von der Konzeption des Verfahrens, der Partikelentwicklung, der Integration in ein Endprodukt (Shampoo) und der abschließenden Untersuchung der Bioabbaubarkeit nach Einleitung in den Wasserkreislauf untersucht. Geplant ist, ein Verdüsungsverfahren einzusetzen, bei dem das aus Naturstoffen gewonnene Ausgangsmaterial zunächst aufgeschmolzen und die Schmelze anschließend über ein eingeleitetes Gas mit hoher Geschwindigkeit durch eine Düse gedrückt wird. Die Schmelze zerfällt dabei in einzelne Tröpfchen, aus denen sich nach der Erstarrung überwiegend sphärische Teilchen bilden. Diese sollen in der Kosmetik die gleiche Funktion wie Mikroplastik übernehmen, allerdings erwarten die beteiligten Wissenschaftler, dass die naturbasierten Mikropartikel viel einfacher und schneller aus dem Abwasser entfernt werden können als herkömmliche Mikroplastik-Partikel. Das Projekt wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) mit einer Gesamtsumme von ca. 1,1 Millionen Euro gefördert. In der Projektbeantragung und -durchführung wurden und werden die Wissenschaftler außerdem durch die innoscripta GmbH München unterstützt.

Zerstäubung eines Flüssigkeitsstrahls (Foto: Mario Köhler / TU Bergakademie Freiberg)

Prof. Dr.-Ing. habil. Rüdiger Schwarze, Tel. 0 37 31/39-24 86

Ruediger.Schwarze@imfd.tu-freiberg.de

Webcode: 20190927_004