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08.02.2019

Terminologie für die Umwelterschmutzung durch Plastik veröffentlicht

Ein europaweites Netzwerk hat, nach eigenen Worten „erstmalig”, eine einheitliche Terminologie für die Umweltverschmutzung durch Plastik vorgeschlagen. Diese geht weit über Größenklassen hinaus und berücksichtigt auch physikalisch-chemische Eigenschaften von Polymeren. Das Ergebnis dieser Konsensbildung ist kürzlich in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology erschienen. Für Kunststoffe in der Umwelt gibt es noch keine klaren Einteilungen. Zum Beispiel werden Reifenmaterialien aufgrund ihres Elastomeranteils klassisch in den Materialwissenschaften nicht als Plastik definiert. In der Umwelt können diese kleinen Partikel aus Abrieb von Autoreifen oder als Recyclingprodukt auf Spiel- und Sportplätzen aber einen erheblichen Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt darstellen. Eine Basis für die Vereinheitlichung von Analysemethoden, die Entwicklung von Monitoring-Programmen, aber auch für die Vergleichbarkeit von Effektstudien wäre daher wichtig.

Weiterführende Links
Publikation in Environmental Science & Technology (kostenloser Download)

Webcode: 20190208_001