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06.02.2019

Plattform zur effizienteren Bewertung von Umweltchemikalien

Die Analyse und Bewertung von Umweltchemikalien effizienter zu machen, das ist das Ziel der neuen Technologie-Plattform CITEPro (Chemicals in the Environment Profiler) am Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Möglich wird das vor allem durch die Automatisierung von Teilprozessen bei der Probenvorbereitung, der Exposition von Zellkulturen und Wasserorganismen mit Einzelstoffen, Mischungen und Umweltproben sowie der chemischen Analyse. Am 6. Februar 2019 wurde die neue Forschungsinfrastruktur eröffnet. Rund vier Millionen Euro haben der Bund sowie die Bundesländer Sachsen und Sachsen-Anhalt insgesamt in den Aufbau von CITEPro investiert. Biologische Wirkungstests sind das Herzstück der neuen Forschungsplattform CITEPro. Hinter CITEPro verbirgt sich kein singuläres Forschungsgroßgerät. Vielmehr besteht es aus mehr als 20 Einzelgeräten, die je nach Fragestellung modular genutzt werden können. Dazu gehören Geräte für die Probenvorbereitung, bei der Chemikaliengemische aus Umweltproben (etwa aus Sedimenten oder Blut) extrahiert, konzentriert und gereinigt werden können. Hinzu kommen hochauflösende analytische Geräte, mit denen Konzentrationen in Umweltproben und in Biotests gemessen werden können und verschiedene Biotestverfahren, die Auskunft über die Wirkung von Chemikalien auf lebende Zellen von Säugetieren, Bakterien und Algen oder ganze Organismen, wie Fischembryonen, geben. Das Besondere der Biotests, die in CITEPro zum Einsatz kommen ist, dass sie mit einer sehr hohen Durchsatzleistung arbeiten können.

Automatisierte Pipettierplattform zur Vorbereitung von Hochdurchsatz-Biotests (Foto: Bodo Tiedemann)

Weiterführende Links
www.ufz.de/citepro

Webcode: 20190206_003