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08.01.2019

Bauverwaltung im Freistaat Sachsen "goes digital"

Im Zuge des Onlinezugangsgesetzes und des Masterplans Digitale Verwaltung Sachsen sollen auch bauaufsichtliche Verfahren konsequent nach möglichst einheitlichen Standards digitalisiert werden. Deshalb wird das sächsische Staatsministerium des Innern mit einem Pilotprojekt zur Digitalisierung in der sächsischen Bauverwaltung ausloten, wie künftig insbesondere die Baugenehmigungsverfahren digitalisiert und online beispielsweise über das Internet Service-Portal „Amt24” angeboten werden können. Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller und die Projektbeteiligten - der Landkreis Leipzig sowie die Städte Leipzig, Chemnitz und Zittau, der Sächsische Landkreistag, der Sächsische Städte- und Gemeindetag, die Ingenieurkammer Sachsen, die Architektenkammer Sachsen, die Landesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik in Sachsen und die Sächsische Anstalt für kommunale Datenverarbeitung - haben am 8. Januar 2019 in Dresden anlässlich des Auftakts dieses umfangreichen Pilotprojekts eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die Umsetzung des Pilotprojekts erfolgt in zwei Schritten: Auf das Projekt „Machbarkeitsstudie”, das im ersten Halbjahr 2019 durchgeführt wird, soll das Projekt „Prototyping” folgen. Bis 2020/21 sollen die Ergebnisse des Pilotprojekts vorliegen. Sie sollen Aufschluss darüber geben, unter welchen rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen und in welchen Schritten eine Bauaufsichtsbehörde digitale Baugenehmigungsverfahren einführen kann, die eine durchgängige elektronische Bearbeitung von Bauanliegen ohne Wechsel von elektronischer zu papierhafter Bearbeitung erlauben. Die sächsischen Ingenieure und Architekten sind maßgeblich in den Gremien zur Einführung von Building Information Modeling (BIM) vertreten. „Die Ingenieure im Freistaat unterstützen die Einführung einer digitalen Bauverwaltung ausdrücklich und wollen diesen Prozess proaktiv begleiten”, sagte der Präsident der Ingenieurkammer Sachsen, Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke, in der DWA bekannt als Vorsitzender des Landesverbands Sachsen/Thüringen. „Denn dies wird eine spürbare Entlastung der Planungsbüros bedeuten sowie die Prozesse beschleunigen und transparenter machen. Somit könnten sich die Ingenieure stärker auf das Wesentliche konzentrieren: die Planung und Umsetzung innovativer, nachhaltiger und qualitativ hochwertiger Bauvorhaben.” Für die beratende Begleitung des Pilotprojektes richtet das Staatsministerium des Innern einen Lenkungsausschuss unter seinem Vorsitz ein.

Webcode: 20190108_004