Anzeige


11.12.2018

Weitere 70 Millionen Euro von Deutschland für internationalen Klimafonds

Das Bundesumweltministerium stellt dem Anpassungsfonds weitere 70 Millionen Euro zu Verfügung. Dies hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 11. Dezember 2018 auf der Weltklimakonferenz in Katowice zugesagt. Der Anpassungsfonds unterstützt besonders stark vom Klimawandel betroffene Bevölkerungsgruppen und Regionen dabei, sich besser gegen den Klimawandel zu wappnen. Er finanziert unter anderem Frühwarnsysteme gegen Überschwemmungen und Starkregen, Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung und die Umstellung auf trockenheitsresistente Anbaumethoden in der Landwirtschaft. Deutschland ist mit bisher 240 Millionen Euro bereits heute größter Geber im Anpassungsfonds. Der Anpassungsfonds hat bisher über 80 Projekte und Programme mit einem Fördervolumen von insgesamt 532 Millionen US-Dollar genehmigt. Weitere 45 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 335 Millionen USD sind beantragt. Die Projekte, die der Anpassungsfonds finanziert, werden von einem internationalen Aufsichtsgremium bewilligt, in dem auch die Bundesregierung vertreten ist. Der Fonds wird von Entwicklungsländern auf Augenhöhe mit Industrieländern verwaltet. Der Fonds sollte ursprünglich komplett aus einer Abgabe auf Projekte im internationalen Kohlenstoffmarkt gespeist werden, genau genommen aus einer Abgabe auf Zertifikate aus dem Clean Development Mechanism des Kyoto Protokolls. Die gesunkene Nachfrage nach dieser Art von Zertifikaten und deren niedrige Preise haben jedoch zu einer Unterfinanzierung des Fonds geführt. Die Finanzierungslücke wird nun durch freiwillige Beiträge mehrerer Geberstaaten überbrückt, um damit die weitere Umsetzung von Projekten zu sichern. Neben Deutschland haben insbesondere Schweden, Spanien, Italien und Belgien freiwillig Mittel zur Verfügung gestellt.

Webcode: 20181211_006