Anzeige


04.07.2018

RAG legt Maßnahmenkonzept zur PCB-Abscheidung aus Grubenwasser vor

Der Bergbaukonzern RAG hat dem saarländischen Bergamt fristgerecht am 29. Juni ein Maßnahmenkonzept zur Reduzierung bzw. Abscheidung des PCB im Grubenwasser vorgelegt. Das Konzept wird nach Angaben des saarländischen Umweltministeriums nun im Detail durch das Bergamt und das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz geprüft. Nach dem Konzept wird die RAG Studien und Pilotanlagen zur Entwicklung verschiedener Verfahren zur PCB-Abscheidung in Auftrag geben. Diese beinhalten unter Anderem technische Versuche, um mittels Reduktion der Eisen- und Schwebstofffracht auch die am Schwebstoff gebundenen PCB abzuscheiden. Diese Untersuchungen werden zur Planung einer Behandlungsanlage zur Fällung/ Flockung und nachgeschalteter Abtrennung der Feststoffe benötigt. Die Ergebnisse sind auf alle Standorte übertragbar. Die voraussichtlich erforderlichen Flächen zum Bau von Behandlungsanlagen wurden ebenfalls an allen Standorten gesichert. Die RAG wird außerdem die Initiative des saarländischen Umweltministeriums aufgreifen und die Optimierung einer Laboranlage zur PCB-Filterung über einen Zeitraum von 2 bis 3 Monaten finanzieren. Die Firma „Blue Filtration” aus St. Ingbert hatte Mitte April angekündigt, mittels Filtermembrantechnik kurzfristig eine Anlage zur PCB-Abscheidung aus dem Grubenwasser anbieten zu können. Das Umweltministerium hatte daraufhin eine Laboranlage von „Blue Filtration” angemietet und am Standort Reden installieren lassen. Allerdings konnte die Anlage die Erwartungen bisher nicht erfüllen. Wie „Blue Filtration” zwischenzeitlich eingeräumt hat, kann die ursprünglich angekündigte kurzfristige Verfügbarkeit einer effizienten Filtertechnologie nicht gewährleistet werden. Gleichzeitig hat „Blue Filtration” in einem zweiten Anlauf den Vorschlag gemacht, das Grubenwasser vor dem Durchleiten durch die Laboranlage chemisch vorzubehandeln. Damit soll die schnelle Verstopfung der Filtermembran verhindert werden. Für diese zweite Testphase wird die RAG die Kosten übernehmen. Noch in diesem Jahr will die RAG zudem in Nordrhein-Westfalen mit einer Pilotanlage eines weiteren Anbieters zur PCB-Abscheidung durch Fällung und Filtration in Betrieb gehen. Dort erwartet der Konzern aussagekräftige Untersuchungsergebnisse. Durch den Betrieb der Pilotanlagen in Nordrhein-Westfalen und im Saarland werden bis Ende 2019 ausreichend verwertbare Erkenntnisse vorliegen, ob und auf welchem Weg PCB am effizientesten aus Grubenwasser abgeschieden werden kann. Durch die aufgezeigten Maßnahmen oder den Entfall der Grubenwassereinleitung soll die Umweltqualitätsnorm für PCB in Fischbach und Sinnerbach gemäß der im Bewirtschaftungsplan festgelegten Frist bis Ende 2021 eingehalten werden.

Webcode: 20180704_002