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05.09.2012

Baubeginn des Abwasserkanals Emscher

Die Emschergenossenschaft hat am 4. September 2012 in Dortmund-Mengede das Bohrgerät „angeschmissen“, das in den kommenden Jahren unterirdisch die Trasse für den Abwasserkanal Emscher graben wird. Im bergmännischen Vortrieb werden anschließend die einzelnen Rohrsegmente nacheinander vorgepresst. Bis 2017 entsteht damit der „Emscherschnellweg unter Tage“, so Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft. Das Abwasser der Region wird unter der Erde abgeleitet, die oberirdischen Gewässer können dann im Rahmen des Emscher-Umbaus ökologisch verbessert werden. Der Abwasserkanal Emscher wird insgesamt 51 Kilometer lang werden – von der Nettebach-Einmündung bis zur Kläranlage Emschermündung in Dinslaken. Verbaut werden 15 000 Kanalrohre von 1,60 bis 2,80 Meter Innendurchmesser aus Stahlbeton bei einem Gefälle von 1,5 Promille und in Tiefen von 8 bis 40 Meter. Die Fließgeschwindigkeit des Abwassers soll 4 km/h betragen. An Kosten für den Bauabschnitt Dortmund – Bottrop sind 423 Millionen Euro geplant. Für den Emscher-Umbau sollen insgesamt 4,5 Milliarden Euro über ca. 30 Jahre investiert werden. Bislang investiert sind rund die Hälfte davon für Bau und Erweiterung von drei Kläranlagen (Dortmund, Bottrop, Dinslaken), 230 Kanalkilometer und den naturnahen Umbau von 90 Kilometer Gewässer.

Webcode: 20120905_002